LUXEMBURG
CHRISTIAN BLOCK

Im landesweiten Durchschnitt hat eine private Garage einen Wert von 38.635 Euro

Kurz vor dem Auftakt der diesjährigen „Home and Living Expo“ an diesem Wochenende sowie der Veröffentlichung der aktuellsten Statistiken vom Statec und vom „Observatoire de l’Habitat“ über die Preise am Immobilienmarkt hat Staatssekretär Marc Hansen gestern eine neue Methode vorgestellt, die für mehr Transparenz für Käufer und Verkäufer sorgen soll. In den bisher veröffentlichten Statistiken über die Verkaufspreise von Appartements wird nämlich kein Unterschied gemacht, ob eine Wohnung, die für einen bestimmten Preis den Besitzer wechselt, beispielsweise eine Garage, einen Stellplatz oder einen Keller beinhaltet.

In Zusammenarbeit mit dem „LISER“ wurde deshalb der Versuch unternommen, diese Annexen aus dem Verkaufspreis herauszurechnen und anschließend einen verfeinerten Quadratmeterpreis zu erhalten. Das Ergebnis der Untersuchung: Landesweit wird der Preis für eine Garage oder einen Stellplatz in einem Wohnhaus auf etwa 38.635 Euro geschätzt. Im Durchschnitt macht das 8,9 Prozent des Transaktionspreises aus. Allerdings gibt es große Unterschiede durchs Land: Von 74.589 Euro in der Hauptstadt bis 23.804 im Norden. Für den Escher Kanton wird ein Preis von 47.788 Euro geschätzt. Außerhalb der Stadt Luxemburg sind es 40.925 Euro. Auf durchschnittlich 14.080 Euro wird ein Außen-Stellplatz geschätzt. Der implizite Preis für einen Keller beträgt etwa 7.700 Euro.

Im Vergleich zeigt sich, dass die verfeinerten Quadratmeterpreise - also ohne Annexen - rund 13 Prozent unter den Preisen für bestehende Appartements liegen. Bei im Bau befindlichen Wohnungen liegt der Unterschied bei 15 Prozent. Um ein Beispiel zu geben, liegt der vom Statec und vom „Observatoire de l’Habitat“ veröffentlichte Quadratmeterpreis für eine bestehende Wohnung im Raum Capellen-Mersch bei 4.167 Euro. Ohne Keller oder Garage ergibt sich ein Preis von 3.646 Euro pro Quadratmeter. Der neue Indikator wird künftig zusammen mit den Statistiken vom Statec und vom „Observatoire de l’Habitat“ veröffentlicht.