CLAUDE KARGER

„Nimmt die Regierung so langsam Form an?“, fragte gestern das „Tageblatt“ etwas bang. Na, das wollen wir doch hoffen. Auf jeden Fall kommt das Regierungsprogramm dem Vernehmen nach bestens voran, aber Luxemburg spekuliert natürlich lieber über Köpfe als über Inhalte. Wer ist weg - nach Brüssel oder sonstwohin? Wer wird Super- oder Zwergminister? Was wird blau, rot oder grün? Und dann gibt es ja noch das ehrbare Amt des „Chamber“-Präsidenten, und, und, und... Gehen wir mal davon aus, dass spätestens zu Nikolaus alles gebongt sein wird. Heilfroh, Gegenstand obiger Spekulationen zu sein, wären freilich die Bosse der CSV. Daraus wird aber schon zum zweitenmal hintereinander nix. „Die Partei hat ihren Nimbus des unumgänglichen Siegers verloren. Sie ist heute eine Partei wie jede andere auch“, watschte gestern die „Wort“-Leitartiklerin die Orangen ab. Die CSV müsse sich schon selbst an den Zinken fassen: „Die Christsozialen haben die Jahre in der Opposition ausgesessen, ohne sich je selbst in Frage zu stellen“. Wie 2013 sich mal zwei Jahre in die Schmollecke setzen: ein „No Go“. Aber wo sind sie, die jungen Dino-Garausmacher? Vielleicht wissen wir heute mehr, wenn die CSV-Fraktion über „quelques sujets d‘actualité“ konferiert...