LUXEMBURG
SVEN WOHL

Niederlande von Schweiz im „Euro Health Consumer Index“ überholt -

Das europäische Gesundheitswesen verbessert sich konstant. Dies stimmt, egal ob man sich Indikatoren für Kindersterblichkeit, die Überlebenschancen bei Herzkrankheiten oder Krebs ansieht. Gleichzeitig steigen die Auswahlmöglichkeiten der Patienten.

Im „800er Club“

So beurteilt „Health Consumer Powerhouse“ die Lage in ihrem „Euro Health Consumer Index 2018“. Luxemburg schafft es in dieser Rangliste auf den siebten Platz. Das Großherzogtum gehört damit dem „800er Club“ an, also jener Gruppe von Ländern, welche in der Rangliste mehr als 800 Punkte, von möglichen 1.000, sammeln konnten. Auch wenn Luxemburg mit 809 Punkten nicht schlecht da steht, so ist im Bericht zu lesen, dass nicht alle Daten verfügbar seien. Ebenfalls angemerkt wird, dass Luxemburg so weise sei, nicht jede Form von Gesundheitsversorgung bei sich anzubieten, obwohl es sich dies durchaus leisten könnte. „Mit einem Niveau von gesundem Menschenverstand, das man nur selten im üblicherweise nach innen gekehrten öffentlichen Sektor findet, (...) erlaubt es Luxemburg seinen Bürgern, Pflegeangebote im Ausland wahrzunehmen“, so der Bericht weiter. Beim Abtreibungsindikator verliere das Großherzogtum jedoch Punkte. So vermutet man in der Untersuchung, dass hier viele Frauen lieber ins Ausland gehen, hauptsächlich aus Gründen des Schutzes der Privatsphäre. Der Bericht erwähnt indes auch dass die Autoren in der Vergangenheit Kritik erhalten haben, was den Zigaretten- und Alkoholindikator angeht. Während es stimmen mag, dass die verkauften Waren nicht unbedingt im Großherzogtum konsumiert werden würden, wird von den festgehalten: „Aus der Sicht des europäischen Gesundheitswesens ist es nicht besser, Zigaretten und Alkohol zu verkaufen als sie selbst zu konsumieren.“

„Bloomberg Healthiest Countries Index“:Luxemburg fällt aus den „Top 10“

Im vorgestern erschienenen „Bloomberg Healthiest Countries Index“ ist Luxemburg auf dem elften Platz gelandet. Dies hängt damit zusammen, dass Norwegen sich in dieser Rangliste um gleich zwei Plätze verbessern konnte und damit Israel und das Großherzogtum hinter sich gelassen hat. An der Spitze dieser Rangliste befindet sich Spanien, das sich im Vergleich zum Vorjahr um ganze fünf Plätze verbessern konnte. Italien und Island folgen auf den Plätzen dahinter. Die CSV-Abgeordnete Nancy Arendt reichte gestern aufgrund dieser Veröffentlichung eine parlamentarische Anfrage ein, in welcher sie erfahren möchte, wie die Regierung diesen Abwärtstrend umkehren möchte,