BETTEMBURG
JEFF KARIER

Hervé Wacquirt als neuer Chefkoch des Cibo’s in Bettemburg vorgestellt

Im Restaurant Cibo’s in Bettemburg gab es eine Veränderung. Mit Hervé Wacquirt steht ein neuer Küchenchef hinter dem Ofen. Denn Etienne-Jean Labarrère-Claverie plant ein neues Restaurant im Luxemburg zu eröffnen. Er übernimmt das alte „Theatre de l’Opera“, ist dabei es zu renovieren und plant die Eröffnung für Mitte bis Ende April unter dem Namen „Opera Luxembourg“. Aus diesem Grund brauchte er einen Nachfolger. „Hervé und ich kennen und schon viele Jahre. Als wir uns vor etwa vier Monaten wieder begegnet sind, war er auf der Suche nach einer neuen Stelle als Chefkoch. Das hat einfach gepasst“, erklärt Labarrère-Claverie, der weiterhin Geschäftsführer bleibt. Dem Restaurant ebenfalls erhalten bleibt Veronique van Kasteren, die die Gäste wie bislang begrüßen und sich mit ihrem Team um sie kümmern wird.

Bodenständig trifft ausgefallen

Mit dem neuen Chefkoch geht auch eine Anpassung der Karte einher. Gestern erhielt das Journal mit anderen Medienvertretern die Gelegenheit, sich einen ersten Eindruck zu verschaffen. Nach einem Grüß aus der Küche in Form einer kalten Suppe aus, unter anderem, roter Beeter - sehr erfrischend - folgte die erste Vorspeise: „Mi-cuit de Foie Gras, en gelée de mangue“, ein toller Start. Der zweite Gang, Kablejau-Filet, wurde mit Olivenöl auf einem Bett aus Gemüse serviert. Ein einfaches, nüchternes Gericht, das uns aber sehr gut gefiel.

Der Hauptgang war ein „Filet Mignon de Veau“. Das Fleisch war sehr zart, perfekt gebraten und sehr schmackhaft. In Kombination mit der dunklen Sauce, dem Selleriepüree und dem saisonalen Gemüse ein gelungener wie ausgewogener Gang. Das Highlight war jedoch der Nachtisch. Getreu dem aktuellen Trend, Gemüse in Desserts zu verarbeiten, erwarte uns hier ein warmer Karottenkuchen, in dem eine kleine Überraschung steckte: Geschmolzene weiße Schokolade. Dies mag nicht jedem schmecken, es zeigt aber, dass Wacquirt sowohl bodenständige Küche kann, aber auch ausgefallene Gerichte ihm nicht fremd sind.

Mit dem Blick auf die reguläre Karte verdeutlicht sich dieser Eindruck. Hier finden sich Speisen wie Gravlax-Lachs mit Gin, „Croquettes aux crevettes grises“ sowie eine Topinambur-Suppe als Vorspeisen, um nur diese zu nennen.

Als Hauptgang kann man zwischen vier Fischgerichten, darunter auch gebratene Jakobsmuscheln und sechs Fleischgerichten wählen. Hier wären unter anderem „Filet de boeuf façon Rossini“ oder auch „Ris de Veau po1êlé“ zu nennen. Hinzu kommen jedoch noch drei vegetarische Alternativen und luxemburgische Spezialitäten, wie „Bouneschlupp“ oder auch Cordon Bleu. Neben einer Reihe von Desserts, die zum Großteil eher klassisch sind, kann man sich auch am Käsewagen austoben. Mit dem neuen Chefkoch geht auch eine Veränderung beim Mittagstisch einher. So zahlt man für die „Formule Déjeuner“ bestehend aus Vorspeise und Hauptgang nun 20,20 Euro, einzeln kosten diese 4,20 beziehungsweise 16,80. Dessert kostet 4,80 und Käse 6,50, eine faire Preispolitik wie wir finden.

Wir würden die jetzige Ausrichtung des Cibo‘s als Bistronomie bezeichnen, die auf hochwertige Zutaten setzt, die sich in einem modernen und einladenden Ambiente des Restaurants genießen lässt.

Alle weiteren Informationen unter www.cibos.lu