CLAUDE KARGER

„Skandale“ zieh der gestrige „tageblatt“-Kommentator den jahrelangen Kampf um den Bypass in Hellingen und den Umstand, dass das Parlament diese Woche 140 Millionen Euro für die Ausstattung der Belval-Uni stimmen musste. Offensichtlich hat irgend jemand zu spät gemerkt, dass Studenten auch mal auf Stühlen sitzen möchten und Professoren Zugriff auf ihre E-Mails haben müssen. „Ein Projekt, das wie kein anderes für die Zukunft des Landes steht, muss wegen einer Dummheit ihre Eröffnung um ein Jahr verschieben“, regt sich der Schreiber auf, „eigentlich müsste Frau Hansen das Land auf Knien um Verzeihung bitten“. Da geht aber einer hart ins Gericht mit der CSV-Frau aus dem Norden, die nur ein kurzes aber dafür umso intensiveres Gastspiel in der Regierung hatte. Ungleich länger war jenes von Luc Frieden, über dessen Wechsel zur Deutsche Bank Ex-CSV-Chefin Erna Hennicot-Schoepges bloggte. Nach dem LSAP-Mann Krecké sei Frieden nun der zweite Minister aus „dem früheren Juncker-Kabinett“, der in die Privatwirtschaft wechselt. „Zeichnet sich jetzt etwa der Weg eines neuen Politikerstils ab? Im Regierungsgeschäft erst mal gute Kontakte sammeln und dann ordentlich Geld verdienen?“, fragt die Dame. Na, so neu ist das nun auch wieder nicht. Aber in Ordnung? Fraglich.