NICO PLEIMLING

Anhebung der Parkgebühren nicht nur in der Hauptstadt - In insgesamt 14 Gemeinden muss der Autofahrer in die Tasche greifen - Ein Überblick in dieser Ausgabe

Mit der von der Regierung beschlossenen Preiserhöhung beim öffentlichen Transport wird ab dem ersten Februar auch das Parken in der Hauptstadt teurer. Das beschloss der hauptstädtische Gemeinderat Mitte Dezember. Eine Stunde Parken dürfe nicht günstiger sein als eine Busfahrkarte.
So habe es der Schöffenrat in den 90er Jahren vereinbart und daran werde sich gehalten. Der Konsument wird sich auch nicht weiter gegen diese beschlossene Sache wehren können, außer er wird den gebührenpflichtigen Straßen und Parkhäusern künftig fern bleiben.
Neben Luxemburg-Stadt fordern auch andere - größere wie auch kleinere - Gemeinden die Autofahrer auf, in die Tasche zu greifen, wenn sie ihren Wagen in einem bestimmten Bereich abstellen wollen.
Da die verschiedenen Gemeinden aber laut Gesetz in diesem Kontext gewissermaßen die komplette Narrenfreiheit haben, ist die Lage entsprechend unübersichtlich.
Eine Bestandsaufnahme gestaltet sich schwierig, denn auch wenn die einzelnen Tarifreglungen im Innenministerium zusammengetragen werden, wurden die Informationen bislang noch nicht in einem gemeinsamen Dokument festgehalten.
Innerhalb der verschiedenen Gemeindeverwaltungen wissen indes auch die wenigsten Mitarbeiter auf Anhieb Bescheid, wie es um die lokalen Parkgebühren steht. Aber nach längerem Nachfragen und - je nach Größe der Gemeinde - telefonischem Herumgereiche findet sich dann doch jemand, der über die Parkgebühren Auskunft geben kann; falls der Autofahrer denn überhaupt für das Abstellen seines Wagens in der entsprechenden Gemeinde berappen muss.
Bei den Tarifen wird es dann kunterbunt: ein paar Kommunen „schenken“ den Autofahrern beispielsweise die erste halbe Stunde, der Stundensatz variiert dann ab einer gewissen Zeit und wird je nach Ortschaft und Lage mal teurer oder mal billiger. In den Parkhäusern ist die Situation ähnlich unübersichtlich, da einige von den Gemeinden selber und andere von Privatfirmen betrieben werden.
Autofahrer zahlt in 14 Gemeinden
Summa Summarum gibt es in 14 Gemeinden des Landes gebührenpflichtige Parkautomaten und -uhren. In insgesamt 5 Kommunen stehen Parkhäuser, in denen die Autofahrer ihren Wagen gegen Entgelt abstellen können. Außerhalb der Hauptstadt variiert der Stundentarif auf der Straße zwischen 0,30€ in Grevenmacher und 1,30€ in Esch/Alzette. Damit liegt der teuerste Tarif ab dem 1. Februar geschlagene 0,70€ unter dem dann in Kraft tretenden Preis der Hauptstadt.
Nur die Gemeinde Strassen will - und dann auch nur bedingt - mit der Preiserhöhung in Luxemburg-Stadt mitziehen.
Da beide Kommunen eine gemeinsame Grenze haben, die auch am „Centre Hospitalier“ verläuft, will Strassen in der Peripherie des Krankenhauses den Tarif anpassen. Die anderen Gemeinden haben bis auf weiteres nicht vor, die Parkgebühren anzuheben.
Mit der Preiserhöhung wird unsere Hauptstadt in der Großregion praktisch uneinholbar den Spitzenplatz belegen. Indes der Tarif in den Straßen ab dem ersten Februar bei 2€ pro Stunde liegen wird, zahlt der Autofahrer in Arlon 1€, in Metz 1,40€, in Trier 1,60€ und in Saarbrücken 1€, wobei der Preis in der saarländischen Hauptstadt demnächst auch auf 1,60€ angehoben wird.
In den Parkhäusern in Luxemburg-Stadt wird der Stundentarif auch auf 2€ erhöht. In Arlon zahlt der Autofahrer 1 bis 2,58€ pro Stunde, in Metz, Trier und Saarbrücken sind im Schnitt 1,50€ zu zahlen.