Der Leitartikler des „Tageblatt“ isst zwar „gerne ein gut zubereitetes ‘Marcassin’ und vergeht sich kulinarisch auch schon mal an einem Rehrücken sowie am Ziwwi anderer Wald- und Wiesenbewohner“, ist aber trotzdem entsetzt, was Luxemburgs Grünröcke sich in den letzten Tagen so alles erlaubt haben, zumal deren Chef, der das Einstellen der Fuchsjagd in der aktuellen Ausgabe von „Fëscher, Jeeër an Hondsfrënn“ (lustiger Name) als „verantwortungsloses Experiment mit den Interessen und der Gesundheit der Bevölkerung“ darstellt. Und Tierschützer seien Leute, die, verallgemeinere man den Begriff der Tierrechte, versuchen würden, „die Mäuse Luxemburgs vor Katzen zu schützen“. Warum nicht...

Jäger gibt es aber nicht nur inlands, sondern ebenfalls auslands, wo gestern ein Weidmannsheil-Jünger zwei Jahre auf Bewährung bekommen hat, und das nur, weil er einen Menschen - in diesem Fall einen mit Crystal Meth vollgepumpten Drogenschmuggler - mit einem Wildschwein verwechselt hat. Die Welt ist doch manchmal wirklich ungerecht. Da geht es ja sogar bei „Germany’s Next Topmodel“ gerechter zu, darf hier doch endlich wieder eine (ukrainisch-stämmige) Luxemburgerin mit antreten. Die „Journal“-Politredaktion drückt ganz doll die Däumchen...