LUXEMBURG
LIZ MIKOS

Persönliche Einblicke - Auch wir haben Freude am Schmücken

Ob man es nun liebt, hasst, oder es einem gleichgültig ist – in einem Punkt sind wir uns wahrscheinlich doch alle einig: Ohne ein kleines bisschen Weihnachtskitsch wäre der Dezember einfach nicht dasselbe. Dekorieren kann aber jeder, wie es einem am besten gefällt. Soll es der prächtige Weihnachtsbaum sein? Der klassische Adventskranz? Oder doch eher das hippe Stück Pizza, der Burger und die Avocado, die in Glitzer-Glanz die Wohnung schmücken? Lassen Sie sich auf jeden Fall nicht von Weihnachtsmuffeln bremsen. Wir wünschen frohes Dekorieren! In der „Journal“-Redaktion freuen wir uns selbstverständlich auch schon auf die kommenden Feiertage, die wir – wie die meisten – gerne mit unseren Liebsten bei schöner Dekoration verbringen. Den einen oder anderen Grinch gibt es allerdings sogar bei uns, aber auch die werden wir schon noch bekehren. Hier auf jeden Fall ein paar unserer Prachtstücke:

1 | Baum aus der Tüte Weihnachten gibt’s bei mir immer einen Baum aus der Tüte. Das heißt, vor drei Jahren oder so war es noch ein Baum aus dem Karton. Ein ganz einfacher kleiner Weihnachtsbaum aus Plastik, der aber seither seinen Zweck erfüllt. Einmal dekoriert mit roten und schwarzen Christbaumkugeln, ein bisschen Lametta und einer Lichterkette, sorgt dieses 60-Zentimeter-Werk seither immer drei Wochen lang für die nötige weihnachtliche Stimmung. Und eine kleine Krippe steht da auch noch. Der klare Vorteil eines derartigen Weihnachtsbaumwinzlings: Die Geschenke wirken viel größer. Nach getaner Arbeit wird wieder eine Plastiktüte über das Bäumchen gestülpt, ohne dass der Weihnachtsschmuck abgenommen werden muss. Ganz schön praktisch. Und nächstes Jahr geht es wieder von vorne los, Tüte runter, Äste ein wenig geradebiegen, zwei, drei Christbaumkugeln wieder befestigen, die runtergeplumpst waren, Stecker rein und Weihnachtsstimmung an. Same procedure as every year... Simone Molitor

2 | Anschaffung fürs Leben Noch hängt der Christbaumschmuck nicht. Diese Äpfel, Wolken und Eiszapfen sind etwas ganz besonderes, sie stammen aus der cristallerie in Meisenthal in den Nordvogesen. Jedes Jahr gibt es eine neue mundgeblasene „Kugel“. Allerdings ist dieser handgemachte Christbaumschmuck eine Anschaffung fürs Leben. www.ciav-meisenthal.fr Patrick Welter

3 | Plastiktanne mit Erinnerungen Nicht viel Platz, aber die Plastik-Tanne aus China gehört einfach zum Ambiente dazu. Es geht dabei weniger darum, daraus einen weihnachtlichen Knaller zu machen - wofür sich unsere 3jährige Nichte als Weihnachtsdeko-Assistentin allerdings redlich bemüht hat -, jedes Stück ist mit Erinnerungen verbunden. Viele Dekos sind Geschenke. Wie die handgefertigte Krippe aus Südamerika, die einmal nach einem langen Weg aus Luxemburg in der winterlichen Düsternis Ostschottlands für große Freude sorgte... Claude Karger

4 | Mehr ist schöner - alles andere ist „Grinch’isch“ Na, wenn, wann nicht an Weihnachten! Da darf es schon mal eine gute Stunde dauern, bis alle Kisten vom Speicher gehievt und zur ersten Begutachtung zwei Zimmer zugestellt sind. Rentiere, Schlitten, Weihnachtsbäume und -kugeln, schließlich feiert ja auch das Auge mit. Verständlich, dass zu einem solch passenden Weihnachten eine Innen- und Außendekoration gehört – und es strahlen 10.000 Lämpchen, inklusive Lichterketten für jedes Bäumchen im Garten und Fassadenbeleuchtung! Weihnachten kann – bei uns – auf jeden Fall kommen… Ingo Zwank

5 | Dezent, aber hell soll es sein Vor Weihnachten schmücke ich mein Zuhause eher dezent. Eine Adventsdekoration mit Kerzen und ein paar Lichterketten für die Fenster müssen es aber schon sein. Vanessa Baunach

6 | Terror-Kater-abgesichert Ja, auch im Katzen-Zuhause darf der Weihnachtsbaum nicht fehlen! Die flauschigen Freunde haben bereits beim Dekorieren fleißig mitgeholfen. Schön weihnachtlich soll es sein, aber die Christbaumkugeln dürfen auf keinen Fall brechen – Glaskugeln Ade. Der Baum hingegen darf dann doch gerne echt sein. In meinem Zimmer geht der Spuk dann weiter. Ja ja … ich oute mich. Ich wohne zwar weder in einer Ananas noch unter einem Stein ganz tief im Meer, aber an Spongebob und Patrick kam ich dann doch nicht vorbei. Sie schmücken meinen – ich gestehe – etwas staubigen Kronleuchter. Komm, wir tun so, als wär’s Spray-Schnee. Liz Mikos

7 | Vogelschreck und Weihnachtsstrumpf Weihnachten dekoriere ich die großen Fenster gern mit Geschenken unserer Freunde aus Kanada. Das erinnert mich zum einen an sie, zum anderen verhindert das auch, dass Vögel gegen die Scheibe fliegen. Abends kommt noch eine kleine Lichtergirlande zum Einsatz, die weihnachtliche Stimmung zaubert. Der Weihnachtsstrumpf für den Kamin ist eigentlich so kitschig, dass er schon wieder gut ist. Gefüllt haben wir ihn noch nie. Aber auch er ist ein Souvenir - und zeigt, dass in Nordamerika ganz ähnliche Sitten herrschen. Cordelia Chaton

8 | Weihnachtsstimmung ist vorprogrammiert Viel geschmückt wird bei uns nicht, aber da wir Weihnachten, wie jedes Jahr, bei meinen Eltern verbringen, wo ausreichend dekoriert wird, müssen wir das auch gar nicht. Dort gibt es nämlich das volle Programm: Von Tannenbaum über Lichterketten bis hin zum selbstgemachten Adventskranz. Der Baum ist zwar nicht echt, aber weihnachtliche Stimmung ist trotzdem vorprogrammiert. Nur so ganz katzensicher ist das alles nicht. Sarah Sweers