REMERSCHEN
PATRICK WELTER

Am 1. Mai: Der „Proufdag“ der Vinsmoselle in den „Caves du Sud“

Das luxemburgische Weinjahr kennt um diese Jahreszeit zwei Termine, auf die alle Weinfreunde lauern. Morgen gibt der Weinmarkt in Grevenmacher einen ersten Überblick über den neuen Wein von der Luxemburger Mosel, wobei der 2018er Wein schon jetzt als ganz außergewöhnlich gilt.

Am 1. Mai steht dann der zweite große Weintermin an: Der „Proufdag“ der Vinsmoselle in den „Caves du Sud“ in Remerschen. Die Genossenschaftskellerei, zu der rund 54 Prozent des gesamten luxemburgischen Anbaugebiets gehören, stellt traditionell an diesem Tag ihre neuen Weine vor.

Bereits letzte Woche haben Vinsmoselle-Präsident Josy Gloden und Generaldirektor Patrick Berg in einem Gespräch mit dem „Journal“ von den Vorzügen des 2018er Weins geschwärmt. Auch bei der gestrigen Vorstellung des Proufdag-Programmes stellte Gloden eindeutig fest: „Ein Jahrgang der besser nicht sein könnte“. Weiter sprach er von einem einmaligen Herbst, einer phantastischen Lese und ungewöhnlich hohen Oechsle-Graden.

Bernd Karl, technischer Direktor der „Vinsmoselle“, fand auch nur äußerst positive Worte über das Weinjahr 2018 „Es hat richtig Spaß gemacht diesen Wein zu machen!“ Der 2018er sei extrem aromatisch, ein gutes Beispiel dafür sei der Gewürztraminer und „der Gris de gris ist der beste, den wir je gemacht haben.“

Das Wetter sei auch den „neuen“ Bioweinbergen im sogenannten „Laaser Bann“ oberhalb der Sauer ausgesprochen gut bekommen, der „Cabernet blanc“ könne sich sehen lassen. Wobei anzumerken ist, dass die Bio-Sparte der „Vinsmoselle“ noch eine kleine Nische mit einem Umfang von nur einigen tausend Litern ist. Andererseits sind fünf Hektar zusammenhängende Bio-Anbaufläche auf den alten Langsurer Terrassen für Luxemburg schon eine bemerkenswerte Größe.