Im OGBL-„Tageblatt“ ärgerte sich gestern ein Kommentator, dass die Referendumsplakate der Politparteien in etwa genauso langweilig seien, wie der Referendumswahlkampf - und der Kommentator zitierte hier Piratenchef Sven Clement - „lustlos“ sei. So würden die einen grobschlächtig mit Ja und die anderen mit Nein werben, und das mit derart simplen Slogans, dass das Ganze fast an „Wählerbeleidigung“ grenze, aber vielleicht liege das ja bloß daran, dass die Antworten auf die doch komplexen Referendumsfragen nur mit „Ja“, „Nein“ oder „Weiß nicht“ zu beantworten seien. Wobei letztere Möglichkeit aber selbstverständlich die gescheiteste ist, um das Blau-Rot-Grün-Dings kräftig zu ärgern.
Aus allem Ärger raus ist hingegen unser Chefdiplomat Jean Asselborn, weilt dieser doch derart häufig nicht hier, dass er wahrscheinlich nicht einmal weiß, dass demnächst überhaupt ein Referendum stattfindet. Stattdessen rettet er momentan womöglicherweise aber gerade Hellas, traf er gestern doch mit dessem Premierchef Tsipras zusammen, der sich auf Twitter dann auch total begeistert zeigte: „Meeting now with #Luxembourg’s Minister of Foreign Affairs, Mr. Jean Asselborn. #Greece“. Athen darf wieder hoffen...


