LUXEMBURG
SVEN WOHL

Assistenzhunde haben im Prinzip überall Zugang - Das weiß aber nicht jeder

Laut Medienberichten wurde einem Diabetiker seitens der Luxair verboten, seinen Assistenzhund mit auf einen Flug zu nehmen. Diese Tatsache, die mittlerweile durch einen Verantwortlichen der Fluggesellschaft bestätigt wurde, nimmt die CSV-Abgeordnete Nancy Arendt zum Anlass für eine parlamentarische Anfrage.

Breite Definition

In ihrer Antwort erläutert die zuständige Ministerin für Familie und Integration, Corinne Cahen gemeinsam mit Mobilitätsminister François Bausch (déi gréng), inwiefern Assistenzhunde in Luxemburg geregelt sind. Tatsächlich wurden Assistenzhunde im Gesetz vom 22. Juli 2008 relativ breit definiert: Jeder Hund, der ausgebildet ist oder sich in der Ausbildung befindet, um einer wie auch immer behinderten Person zu assistieren, gilt in Luxemburg als Assistenzhund.

Luxair überarbeitet interne Vorschriften

Damit wird jeder Diskrimination die Basis entzogen. Was den Fall bei der Fluggesellschaft angeht, so meldet die Ministerin, dass die internen Vorschriften der Luxair überarbeitet und dementsprechend angepasst werden. Die Ministern betont, dass seit 2007 mit der ASBL „Rahna - Muppen ënnerstëtze Leit am Rollstull“ kooperiert wird, um Informations- und Sensibilisierungskampagnen zu finanzieren. Ein neues Projekt sei in der Mache, so die Ministerin.