LUXEMBURG
LJ

3.000, 3.500 oder 4.000 Euro, nicht rückzahlungspflichtig

Auf Vorschlag von Mittelstandsminister Lex Delles (DP) hat der Regierungsrat gestern die Einführung einer weiteren Direkthilfe für Selbstständige vor dem Hintergrund der Covid-19-Krise beschlossen. Es handelt sich um eine einmalige und nicht rückzahlungspflichtige Unterstützung, die 3.000, 3.500 oder 4.000 Euro beträgt, abhängig vom versteuerbaren Einkommen - was eine „gezielte und gerechte Unterstützung erlaubt“, wie der Mittelstandsminister in einer Pressemitteilung zitiert wird. Die neue Hilfe gesellt sich zur am 8. April beschlossenen Nothilfe von 2.500 Euro für Selbstständige, die weniger als zehn Personen beschäftigen. Während weiterhin die Bedingung eines beruflichen Einkommens von weniger als zweieinhalb Mal den Mindestlohn gilt, wird der Perimeter der Nutznießer allerdings auf die bisher ausgeschlossenen Versicherungsagenten und -makler ausgeweitet. Außerdem ist die Hilfe unabhängig von der Beschäftigtenzahl. Das Antragsformular sei ab kommenden Dienstag, 12. Mai, auf dem Portal guichet.lu zu finden. Die Direktion Mittelstand im Wirtschaftsministerium liefert in der gleichen Mitteilung auch eine Reihe von Zahlen zu den bestehenden Hilfen. So seien bislang insgesamt 31,87 Millionen Euro an Kleinstbetriebe und Selbstständige ausgeschüttet worden. Davon 28,8 Millionen Euro im Rahmen der nicht rückzahlungspflichtigen Direkthilfe von 5.000 Euro für Unternehmen mit neun oder weniger Angestellten, die aufgrund der Notstandsmaßnahmen vom 18. März ihre Aktivitäten einstellen mussten. 1.230 Anträge auf die Hilfe für Selbstständige wurden bislang genehmigt - für 3,07 Millionen
Euro insgesamt.