LUXEMBURG/METZ
LJ

Sicherheitsmaßnahmen nach dem Bettemburger Zugunglück vorgeschlagen

Der französische Verband der TER-Nutzer Metz-Luxemburg hat ein internes Dokument der SNCF veröffentlicht, wonach es seit dem Zugunglück in Bettemburg insgesamt viermal zu ähnlichen Sicherheitspannen auf luxemburgischen Eisenbahnschienen gekommen sei.

Der Bericht geht auf vier Vorfälle ein, wobei das Sicherheitssystem Memor II+ keinen Kontakt zu dem „Krokodil“, dem Kontaktteil zwischen den Gleisen, gehabt habe. Doch die Vorfälle stehen in Zusammenhang mit französischen TER-Triebwagen.

Wie auch unterschiedliche Medien berichten, sollen die Bürsten zu tief eingestellt worden sein. Zudem informierte die CFL ihre französischen Kollegen darüber, dass die Unglücksmaschine am Vorsignal überhaupt keine Rückmeldung des Memor II+ Systems erhielt. Ferner wurden Sicherheitsmaßnahmen vorgeschlagen: Die französischen TER-Züge sollen schnell mit dem Sicherheitssystem ETCS ausgerüstet werden. Auch müssten die Kontaktbürsten besser kontrolliert und tiefer eingestellt werden. Eine bessere Kommunikation zwischen dem Eisenbahnpersonal müsse ebenfalls vorgesehen werden.

Freitagmittag hat sich bereits der LSAP-Abgeordnete Roger Negri mit einer parlamentarischen Anfrage an den zuständigen Minister Bausch gewendet und hinterfragt den „internen Sachstand“ und ob dem Minister diese Papiere entsprechend bekannt seien.

Die Papiere unter avterml.com/sncf-cfl-prennent-des-mesures-de-securite-accrues-suite-a-laccident-du-1402/