LUXEMBURG
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Finanzminister Pierre Gramegna unterstreicht Fortschritte des Zolls

Die Feierlichkeiten rund um den Heiligen Matthäus, dem Schutzpatron der Zollbeamten, welche jedes Jahr zum 21. September stattfinden, sind eine wichtige Tradition. Sie werden jedes Jahr in der hauptstädtischen Kathedrale gefeiert. Dieses Jahr mussten sie aufgrund der anhaltenden Pandemie kleiner ausfallen. Trotzdem nahm Finanzminister Pierre Gramegna, dem der Zoll untersteht, an ihnen teil und hat einen Kranz vor dem nationalen Monument für die Toten niedergelegt.

Modernisierung und Digitalisierung

In seiner Rede bedankte sich der Minister bei Alain Bellot, dem Direktor der „Administration des douanes et accisses“ (ADA). Er lobte die Verwaltung für die gute Zusammenarbeit in den vergangenen Monaten und unterstrich die hervorragende Arbeit der Beamten. Vor allem die Modernisierung und Digitalisierung jener Angebote, welche sich an die Bürger richten, wurden vom Minister hervorgehoben. Dazu gehört etwa die Einführung des Verzollungssystems „Luxembourg Customs Clearance System“ (LUCCS). Dieses staatliche Projekt soll bis 2025 umgesetzt sein. Damit möchte man Konform zu  den europäischen Vorgaben und Prozeduren werden. Der ADA erlaubt dies, sich im Markt der europäischen und weltweiten Logistik, welcher zunehmend komplexer wird, einzufinden.

Hierbei spielt auch die zunehmende Digitalisierung eine wichtige Rolle, wie die Pressemitteilung des Ministeriums unterstreicht. Die Behörden könnten sich so besser an das sich beschleunigende Wachstum des E-Commerce anpassen. Dieses  hat bekanntlich durch die Pandemie ein Stück weiter angezogen.

Zwei Millionen erschnüffelt

Zwei Hunde wurden ebenfalls ausdrücklich vom Minister gelobt. Die beiden Zollspührhunde Gwen und Syrah hatten vor zwei Wochen für viel Aufmerksamkeit gesorgt, da sie innerhalb von drei Tagen ganze zwei Millionen Euro, die über Luxemburgs Flughafen geschmuggelt werden sollten, erschnüffelt hatten.
Laut geltender Gesetzgebung müssen Bargeldbeträge von über 10.000 Euro ordnungsgemäß angemeldet werden (wir berichteten).

In seiner steuerlichen Mission nimmt der Zoll auch finanzielle Mittel ein, welche für die Budgets des Landes und der Gemeinden verwendet werden. Dazu gehören Zollrechte, Akzisen und Mehrwertsteuern, welche auf aus Drittländern importierten Gütern erhoben werden. Im Jahr 2019 handelte es sich hierbei um den Betrag von 1.799.550.716,44 Euro.

Selbstverständlich lobte der Finanzminister ebenfalls den Einsatz des Zolls im Rahmen des Kampfes gegen die Pandemie. Die Beamten des Zolls waren während des Lockdowns genau so wie die Polizeibeamten im Einsatz, um die Einschränkungen durchzusetzen.

Mehr Informationen finden Sie auf douanes.public.lu