MONDORF
NIC DICKEN

„Musée de l’Aviation“: Kosmonaut Gennadi Padalka zu Gast in Mondorf

In regelmäßigen Abständen geben sich im Mondorfer Fliegereimuseum ehemalige und noch aktive russische Kosmonauten die Klinke in die Hand. Am vergangenen Samstagnachmittag konnten Museumspräsident Jean-Claude Jacoby, Schöffe Claude Schommer und SI-Präsident Roger Weirig einen besonders verdienstvollen Weltraumpionier in der Person von Gennadi Padalka in Mondorf begrüßen, wo im vergangenen Jahr direkt neben dem „Musée de l’Aviation“ eine Büste von Juri Gagarin, dem ersten Menschen im Weltall aufgestellt worden war.

900 Tage Aufenthalt im Weltraum

In seiner Begrüßungsansprache verwies Jean-Claude Jacoby auf die besondere Laufbahn des Gastes, der mit knapp 900 Tagen Aufenthalt im Weltraum einen speziellen Rekord vorweisen könne, zumal er an Missionen auf beiden Raumstationen, der Mir und der ISS, teilgenommen hatte. Die besondere Affinität für das Fliegereimuseum stehe in Zusammenhang mit der Tatsache, dass der ursprüngliche Beruf von Padalka der eines Flugzeugpiloten sei, so Jacoby, der insbesondere auch auf die Ursprünge der luxemburgischen Fliegerei zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts in Mondorf hinwies.

Ein herzliches Willkommen für den Gast aus Russland, dessen Besuch auf Vermittlung von Vladimir Sokolow als Direktor des „Centre Culturel et Schientifique de Russie“ zustande gekommen war, entbot auch der Mondorfer Schöffe Claude Schommer, der insbesondere die kulturellen und touristischen Vorzüge des Badstädtchens in den Vordergrund stellte. Nach der offiziellen Begrüßung begaben sich die Gäste zum Denkmal von Juri Gagarin, wo zu Ehren des Raumfahrtpioniers ein Blumengebinde niedergelegt wurde, bevor ein Ehrenwein die sympathische Feierstunde beschloss.