LUXEMBURG
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Digitalisierung gilt laut neuem „Quality of Work“-Index als Chance

Die Arbeitnehmerkammer (CSL) hat erneut gemeinsam mit der Universität Luxemburg einen „Quality of Work“-Index über die Arbeitsqualität im Zusammenhang mit der Digitalisierung angefertigt. Dessen zweiter Teil wurde von der CSL vorgestellt und beschäftigt sich mit den Auswirkungen der Digitalisierung auf die Zufriedenheit am Arbeitsplatz und den Vorteilen der Digitalisierung.

So zeigt sich, dass besonders Arbeitnehmer mit einer höheren Ausbildung oder Arbeitnehmer in einer Verwaltung der Digitalisierung positiv gegenüber stehen; sie sehen insbesondere ihre Entscheidungsmöglichkeiten ausgebaut. Auch insgesamt sehen 51,9 Prozent die Digitalisierung als Chance, bei Menschen mit Hochschulabschluss sind es sogar über 70 Prozent. Im Umkehrschluss sehen handwerklich aktive Arbeitnehmer die Vorteile der Digitalisierung nicht so durchweg positiv, scheuen aber auch die Nachteile nicht: 65 Prozent aller Befragten gehen davon aus, dass ihre Produktivität am Arbeitsplatz durch die Digitalisierung steigt, was in der Kategorie „Professions élémentaires“ auf gerade einmal 26,6 Prozent sinkt. Dafür befürchten sie etwa nicht, durch die Digitalisierung stärker am Arbeitsplatz überwacht zu werden; diese Ansicht unterstützen nur 13 Prozent der befragten Arbeitnehmer der „Professions élémentaires“, während fast 60 Prozent der Führungskräfte dieser Angst unterliegen. Interessant: Die Ansicht, dass durch die Digitalisierung der Bedarf an Kompetenzen sinken könnte, teilen nur knapp 31 Prozent der Befragten. Im Gegenteil gehen mehr als 62 Prozent davon aus, dass durch die Digitalisierung weitere Arbeit auf sie zukommt. Bei der Umfrage von 2017 wurden 1.522 Teilnehmer befragt.