LUXEMBURG
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Umfrage der „Fondation Cancer“ betreffend die Rauchgewohnheiten in Luxemburg 2014

Die von TNS Ilres im Auftrag der „Fondation Cancer“ durchgeführte Umfrage über das Rauchverhalten im Großherzogtum zeigt, dass es in Bezug auf die Rauchgewohnheiten in Luxemburg 2014 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum generell keine signifikanten Änderungen gibt. Beunruhigend, wie die „Fondation Cancer“ in einer Mitteilung festhält, ist allerdings die steigende Zahl von Rauchern in der Gruppe der 18- bis 24-Jährigen.

Im vergangenen Jahr konnte die „Fondation Cancer“ vermelden, dass laut ihrer 2013 durchgeführten Umfrage über die Rauchgewohnheiten in Luxemburg so viele Raucher wie noch nie, nämlich 60 Prozent, von ihrer Sucht loskommen wollten. Ein Jahr später sind es nicht mehr ganz so viele, aber immer noch 55 Prozent, die mit dem Rauchen aufhören wollen. 19 Prozent der Raucher wollen ihren Tabakkonsum einschränken.

Dies geht aus der alljährlichen Umfrage über das Rauchverhalten in Luxemburg hervor, die TNS Ilres im Auftrag der „Fondation Cancer“ mit 3.559 Einwohnern ab 15 Jahren durchführte. Ein knappes Fünftel (21 Prozent) der Bevölkerung raucht, 15 Prozent von ihnen regelmäßig/täglich. Wie in den Vorjahren scheint sich der Wert auf dem Niveau einzupendeln.

Mehr Raucher als Raucherinnen

Insgesamt - auch dieser Befund wiederholt sich - rauchen mehr Männer als Frauen: 24 Prozent der Männer greifen zum Glimmstängel, wohingegen die Frauen unter der 20 Prozent-Marke bleiben.

Sieht man sich die Verteilung der Raucher auf die verschiedenen Altersklassen an, sind die 25- bis 34-Jährigen mit 29 Prozent nach wie vor die Spitzenreiter. Sorge bereitet der „Fondation Cancer“ die steigende Zahl an Rauchern bei den 18- bis 24-Jährigen. In dieser Altersklasse kletterte der Anteil von 20 auf 24 Prozent.

Neben den traditionellen Tabakprodukten bleibt die Wasserpfeife ein beliebtes Konsummittel in dieser Gruppe: Knapp ein Fünftel raucht Shisha. Etwa 2 Prozent der gesamten Bevölkerung, das sind rund 9.000 Personen, greifen zur E-Zigarette.

Zu früh, ein Fazit zu ziehen

Was nun die Auswirkungen des am 1. Januar 2014 in Kraft getretenen Rauchverbots in Cafés, mal abgesehen vom Schutz der Angestellten im Gastronomie-Bereich, anbelangt, so ist es nach Meinung der „Fondation Cancer“ verfrüht, bereits jetzt eine Antwort auf diese Frage zu geben. „Nach einem Jahr lässt sich kein abschließendes Fazit ziehen. Dazu müssen wir noch mehr Zeit ins Land gehen lassen“, sagte Lucienne Thommes vom Presse- und Informationsdienst der Stiftung. Da die Umfrage während des gesamten Jahres durchgeführt wurde, seien manche Teilnehmer bereits befragt worden, als das Rauchverbot noch nicht lange bestand.

Bei der „Fondation Cancer“ hofft man, dass „die Regierung die Anti-Tabak-Maßnahmen nicht auf das Rauchverbot beschränkt“. „Wer unsere Forderungen kennt, weiß, dass die ‚Fondation Cancer‘ seit langem auf die Erhöhung der Steuern auf Tabakprodukte pocht, weil sich nachweislich gezeigt hat, dass dieses Instrument eines der effizientesten bei der Reduzierung der Zahl der Raucher ist“, meinte Lucienne Thommes abschließend .