LUXEMBURG
PASCAL STEINWACHS

Zahl der Asylanträge innerhalb von zwei Jahren um 50 Prozent gesunken

Eigentlich hatte die Regierung 60 Flüchtlinge aus dem Krisengebiet in Syrien in Luxemburg aufnehmen wollen, doch jetzt sollen Anfang April nur noch 28 syrische Flüchtlinge nach Luxemburg kommen, wie Außenund Immigrationsminister Jean Asselborn (LSAP) gestern mitteilte.

Luxemburg nimmt 28 Flüchtlingeaus Syrien auf

Als man den Flüchtlingsfamilien, die in den vergangenen Wochen mit Unterstützung der Internationalen Organisation für Migration (OIM) und des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR) in Jordanien von Mitarbeitern des Außenministeriums in Jordanien besucht wurden, aber bei den Vorgesprächen die Lebensweise der Bevölkerung in Luxemburg erläutert habe, die sich doch sehr von der islamischen Kultur unterscheide (u.a. was die Rolle der Frauen in der Gesellschaft anbelangt), da hätten es sich eine ganze Reihe von Flüchtlingen wieder anders überlegt, wie Asselborn erklärte, sodass am Ende nur noch fünf Familien übrig geblieben seien.

Und diese wollen nur so lange hier bleiben, bis der Krieg in Syrien vorbei ist. Die sunnitischen Familien sollen zunächst in Weilerbach untergebracht werden. Je nachdem wie das mit den 28 syrischen Flüchtlingen funktioniert, soll dann am Ende des Jahres geschaut werden, ob Luxemburg weitere syrische Flüchtlinge aufnehmen wird.

2.171 Asylanträge in 2013

Jean Asselborn zog gestern aber auch die Bilanz, was die allgemeinen Flüchtlingszahlen für das vergangene Jahr anbelangt, und hier gibt es Positives zu vermelden, ist die Zahl der Asylbewerber doch 2013 im Vergleich zu 2011 um nicht weniger als um die Hälfte gesunken. Stellten 2011 noch 2.171 Leute einen Antrag auf Asyl, so lag diese Zahl im letzten Jahr bei 1.071. Das Flüchtlingsstatut wurde 2013 indes 129 Antragsstellern bewilligt (mit 33 bewilligten Anträgen liegt der Iran hier an der Spitze, gefolgt vom Irak mit 30, Afghanistan mit zehn und Montenegro und Syrien mit neun), derweil 499 Asylanträge verworfen wurden, vor allem diejenigen aus den Balkanstaaten.