LUXEMBURG
LJ

Innenministerin: CGDIS gut ausgerüstet, um Elektroautos zu löschen

Rund 11.000 Liter Wasser würden benötigt, um ein brennendes Elektroauto zu löschen, viel mehr als ein Feuerwehrwagen mitführt, sorgt sich der adr-Nordabgeordnete Jeff Engelen in einer parlamentarischen Frage an Innenministerin Taina Bofferding (LSAP) und wünscht Aufklärung über Ausrüstung und Vorgehensweise des CGDIS im Falle von brennenden Stromern, insbesondere auch in Parkhäusern und Tunneln.

Lösch- und Tankwagen im Großeinsatz

Die Rettungskräfte seien gut ausgebildet und ausgerüstet, um „unter normalen Umständen“ ein brennendes Elektroauto zu löschen, schreibt die Innenministerin in ihrer Antwort.

Jedes Einsatzzentrum verfüge über mindestens einen Löschwagen mit - je nach Modell - zwischen 800 und 8.000 Liter Fassungsvermögen für Löschwasser.

Außerdem könne das CGDIS auf einige Tankwagen mit einer Kapazität von jeweils 10.000 Litern zurück greifen. Brennt es in Wohnvierteln, greifen die Rettungskräfte in der Regel auf Hydranten zurück.

Sollten keine verfügbar sein, schickt die Einsatzzentrale weitere Löschwagen an Ort und Stelle. Eine feststehende Prozedur sei etwa, bei einem größeren Brand auf der Autobahn gleich vier Löschwagen mit einer Gesamtkapazität von über 10.000 Litern zu entsenden.

Taktisches Vorgehen Teil der Grundausbildung

Bofferding unterstreicht ferner, dass das taktische Vorgehen bei Bränden von Fahrzeugen mit modernem Antrieb seit Jahren Bestandteil der Grundausbildung der Feuerwehrleute ist.

Auch bietet das CGDIS spezielle Weiterbildungen für Löschvorgänge in unterirdischen Verkehrsanlagen an und steht die Behörde im Daueraustausch mit Spezialisten aus dem Ausland betreffend den Umgang mit brennenden Batterien. Die langen Autobahntunnels verfügen übrigens über eine eigene Wasserversorgung mit Hydranten im Tunnel, die aber auch mit Feuerlöschern ausgerüstet sind.

Die betroffenen Fahrzeuge würden aus dem Tunnel geschleppt, sobald der Brand unter Kontrolle ist, um draußen abzukühlen.

Vorschriften für Parkhäuser

Zum Thema Feuer in Parkhäusern verweist die Innenministerin auf Vorschriften der Gewerbeinspektion für alle geschlossenen Parkhäuser ab 20 Plätzen. Darin sei ein Kapitel über die Sicherheitsmaßnahmen für Elektroautos und Ladeanlagen zu finden. Sprinkleranlagen könnten für den Fall eines Stromer-Brands aufgerüstet werden.