LUXEMBURG
LJ

E-Booking oder doch das klassische Reisebüro? Beesecure klärt über Risiken auf

In den letzten Jahren hat der Online-Tourismus einen wahren Boom erlebt. Die Angebote wurden immer vielfältiger und sprechen ein breites Publikum an. Egal, ob einfacher Flug oder All-Inclusive, alles, wonach sich das Urlauberherz sehnt, ist in Reichweite der Computermaus, wie die Experten von Beesecure im Vorfeld der Tourismusmesse „Vakanz 2015“ darstellen.

Längst haben die professionellen Anbieter ihr Online-Marketing angepasst, um noch mehr Leute zum Buchen zu bewegen. Doch kann man wirklich bedenkenlos beim erstbesten Angebot zugreifen? Worauf muss man aufpassen, wenn man seinen Urlaub online bucht?

Nicht jedes Problem ist gleich eine Betrugsmasche. Nichtsdestotrotz ist es besser, wenn man sich notfalls auf eine vertrauenswürdige Agentur verlassen kann, raten die Experten von Beesecure - denn beim E-Booking können so manche kostspieligen Hindernisse auftauchen.

Probleme beim Online-Buchen von Flugtickets oder Hotels: Man hat zwar dafür bezahlt, doch man lässt einen nicht ins Flugzeug einsteigen, bzw. ins gebuchte Hotel einchecken... Es kann sein, dass es sich lediglich um ein Missverständnis handelt. Leider gibt es jedoch auch Betrugsmaschen, die einen so auflaufen lassen. Besser ist es, sich Reservierungen frühestmöglich bestätigen zu lassen, indem man die Fluggesellschaft oder das Hotel anruft.

Angebote, die zu verlockend sind: Allzu tiefe Preise können leider böse Überraschungen parat halten. Wenn man glaubt, das Angebot des Jahrhunderts abgesahnt zu haben, sollte man sich versichern, dass das gewünschte Hotel noch Zimmer zur geplanten Reisezeit frei hat.

Steigende Preise: Seit man die Booking-Seite das letzte Mal besucht hat, ist der Preis für Flug/Hotel stark angestiegen. Aus mehr oder weniger nachvollziehbaren Gründen...

Falsche Verfügbarkeiten: Die Angabe der Verfügbarkeit eines Hotels auf einem Booking-Portal ist nicht allgemein gültig. Sie geht in der Regel auf einen Vertrag zwischen Portal und Hotel zurück und beschränkt sich auf eine im Vorfeld festgelegte Anzahl von Zimmern - nicht aber auf das gesamte Hotel. Falls das Booking-Portal also angibt, das Hotel sei ausgebucht, ruft man besser direkt in der Unterkunft an, um sicher zu gehen.

Die Kontaktdaten findet man bestimmt anhand einer einfachen Google-Suche oder in den Gelben Seiten des jeweiligen Landes.

Gefälschte Bewertungen: Wenn alle Bewertungen eines Hotels überaus positiv sind, ist das nicht unbedingt ein gutes Zeichen. Die Bewertung hängt auch stark von der Hotelklasse ab: In Hotels der Luxusklasse werden Gäste selbst Details streng bewerten, während in günstigen Häusern eher der Gesamteindruck zählt. Daher sollte man sich von einigen negativen Kommentaren zu Punkten, die für einen irrelevant sind, nicht abschrecken lassen. Auf einigen Seiten kann man die Bewertungen entsprechend dem Profil (junges Paar / Familie mit Kindern,...) sortieren, um relevante Bewertungen zu lesen.

Downgrading: Aufgrund einer Überbuchung oder eines Fehlers von Seiten des Veranstalters wird einem ein Zimmer/Hotel zugeteilt, das weit unter der gebuchten Kategorie liegt.

Verweigerung des Flugs aufgrund eines Passproblems oder ähnlichem: Das Bestimmungsland fordert einen Reisepass, der nach der Abreise noch mindestens sechs Monate gültig ist. Aber niemand hat das gesagt! Wer ist dafür verantwortlich?

Ratsame Prüfungen sind angesagt

Reiseagenturen und Booking-Portale bieten oft Versicherungen an, die zugleich die Stornierung, den Flug und unvorhergesehene Unannehmlickeiten während der Reise abdecken. Reise-Assistance wird ebenfalls oft angeboten. Diese ist zwar wichtig, jedoch sollte man prüfen, ob man sich dann nicht doppelt für dasselbe Risiko versichert. Einige Kreditkarten bieten beispielsweise eine Globalversicherung für die Reisen an, und dies zu einem einmaligen Jahrestarif. Wenn man regelmäßig verreist, ist dies vielleicht die praktischste Lösung. Falls man einen Mietwagen bucht, sollte man die Versicherungsbedingungen sorgfältig durchlesen. Ist die Abdeckung nicht ausreichend, so kann ein kleiner Schaden den Reisenden schon teuer zu stehen kommen. Auch hier kann die Kreditkarte nützlich sein.