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natur&ëmwelt ruft zu tolerantem Umgang mit Wespennestern auf

Auf dem sommerlichen Kaffeetisch gehören sie zu den ungern gesehenen Gästen: Wespen gelten als lästig und stur. Wespennester werden dazu oft als Bedrohung empfunden. Die Naturschutzorganisation natur&ëmwelt informierte nun in einer Pressemitteilung darüber, welche Wespenarten es in Luxemburg gibt, wie man mit - unter Naturschutz stehenden - Wespennestern umgeht und wie man sie frühzeitig und „unblutig“ vergrämt.

Laut natur&ëmwelt sind zur Zeit Feldwespen und solitäre Wespen und Bienen unterwegs. Feldwespen bilden nur kleine Nester und sind kaum aggressiv. Solitäre Bienen und Wespen bilden keine sozialen Staaten und zeigen kein Verteidigungsverhalten. Ihre Stachel sind zudem schwach bis gar nicht ausgebildet, so dass sie in der Regel nicht stechen.

Jetzt beginnen aber Jungköniginnen sozialer Wespenarten damit Nester zu bauen und ein Volk zu gründen, was im Übrigen nicht oft von Erfolg gekrönt ist. natur&ëmwelt weist darauf hin, dass nur zwei der in Luxemburg vorkommenden Wespenarten, die Staaten bilden, in Konflikt mit den Menschen geraten können. Grundsätzlich gilt, dass Wespen nützliche Tiere sind, die eine wichtige Rolle in der Natur spielen. „Sie bestäuben Blüten, agieren als ‚Gesundheitspolizei‘ und jagen Insekten, was sie zu natürlichen Schädlingsbekämpfern macht,“ heißt es wörtlich. natur&ëmwelt empfiehlt daher Nester an unproblematischen Stellen zu tolerieren. Wespen seien auch Gewöhnungstiere, wenn sie bestimmte Menschen und deren Stimmen kennen, reagierten sie nicht mehr aggressiv. Derzeit sind die Nester noch im Aufbau, die Naturschützer empfehlen folgende Abwehrmaßnahmen: Dunkle Schuppen, Unterstände o.ä. regelmäßig kontrollieren und die Königin frühzeitig beim Bau stören. Rollläden, insbesondere an Terrassen, Balkonen und Schlafzimmern, täglich bewegen. An besonders schwierigen Standorten, wie unter Terrassendielen, können auch ätherische Öle präventiv helfen.


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