LUXEMBURG
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Mit Wespenberater nach passender Lösung suchen

Meist stören uns Wespen erst im Hochsommer, wenn wir an einem Nest in Hausnähe oder sogar am Haus rege Aktivität bemerken oder sie uns unser Essen auf der Terrasse strittig machen. Für sinnvolle Maßnahmen ist es zu dem Zeitpunkt oft schon zu spät - wer keine Wespen zur Untermiete möchte sollte also jetzt handeln.

Wespen haftet generell ein negatives Image an, dabei stellen eigentlich nur zwei der 15 in Luxemburg vorkommenden sozialen Wespenarten, die Staaten bilden und zusammen in Nestern leben, überhaupt ein Konfliktpotenzial für den Menschen dar. Allgemein sind Wespen sehr nützliche Tiere, die eine wichtige Rolle im Naturhaushalt spielen. Sie bestäuben Blüten, agieren als Gesundheitspolizei und jagen Insekten, was sie zu natürlichen Schädlingsbekämpfern macht. Man tut daher sich und der Natur einen großen Gefallen, wenn man Nester auch an unproblematischen Stellen toleriert.

Koexistenz von Mensch und Wespe

Es gibt viele Fälle von problemloser Koexistenz von Mensch und Wespe und bei richtigem Verhalten besteht sogar in Nestnähe kaum Gefahr. Zudem sind auch Wespen Gewöhnungstiere - kennen sie bestimmte Menschen und deren Stimmen und Gewohnheiten, reagieren sie nicht mehr beunruhigt. Wenn sich also nicht gerade ein Allergiker im Haushalt befindet, sollte man das Nest dulden. Darüber hinaus ist das grundlose Zerstören von Nestern laut Naturschutzgesetz verboten. Nester, von denen keine direkte Gefahr ausgeht, dürfen also nicht zerstört werden.

Will man potentielle Probleme mit Wespennestern aus dem Weg räumen, sollte man ihre Ansiedlung an ungünstigen Stellen vermeiden. Im Mai und Anfang Juni sind die meisten Nester noch im Anfangsstadium, das heißt Jungköniginnen suchen nach geeigneten Niststandorten und beginnen dort mit dem Nestbau zur Staatengründung. In diesem Stadium sind sie noch recht störanfällig und lassen sich vertreiben:

- Dunkle Schuppen, Unterstände, Spielhäuser regelmäßig kontrollieren und die Königin frühzeitig beim Bau stören. Auch alte Mauslöcher sollte man im Auge behalten.

- Rollläden, insbesondere an Terrassen, Balkonen und Schlafzimmern, täglich bewegen.

- An besonders schwierigen Standorten können auch ätherische Öle helfen, zum Beispiel Nelken, Eukalyptus, Teebaum, Zeder, Zitrone, Nussbaum oder Mischung auf einem Wattebausch oder zum Einsprühen (1 Teil Öl - 10 Teile Alkohol, am besten in der Apotheke mischen lassen).

Falls sich doch ein Nest am Haus angesiedelt hat, sollte man sich frühzeitig an einen Wespenberater wenden um nach einer passenden Lösung zu suchen.

Neues Beratungsmaterial

Einen Flyer mit Informationen zu verschiedenen Wespen und zum Verhalten bei Begegnungen mit den Tieren sowie die Kontakte von freiwilligen Wespenberatern gibt es im „Haus vun der Natur“ in Kockelscheuer, bei Gemeinden, Naturschutzzentren, Naturparks und Biologischen Stationen. Auch das „Corps Grand-Ducal d’Incendie et de Secours“ kann auf das neue Beratungsmaterial zurückgreifen. Zudem ist der Flyer online auf www.naturemwelt.lu abrufbar und kann über Tel. 29 04 04 1 oder secretariat@naturemwelt.lu bestellt werden.