LUXEMBURG
LJ/DPA

Gute Gründe für die Liebe zur Katze

Am heutigen 8. August ist Weltkatzentag; auch in Luxemburg sind die Stubentiger überaus beliebt, ob als reine Haus- und Wohnungskatze oder doch als abenteuerlicher Freigänger. Aber woher stammt die Liebe zur Katze? Warum ist das Internet voll von „cat content“ - Fotos und Videos von Samtpfoten? Einige Antworten zum Tag der Katze

 

HAUSTIER MIT HISTORIE

Katzen lieb zu gewinnen, ist aus Sicht der Evolutionsgeschichte schizophren. Denn Primaten als Vorfahren der Menschen waren Millionen von Jahren lang Futter für Tiger und Co. Logischer wäre ein respektvoller Abstand zu Hauskatzen, die von der Wildkatzenunterart Felis silvestris lybica abstammen - und ihre Reißzähne nicht verloren haben.

 

FREIHEITSLIEBE

Katzen sind Tiere mit natürlichem Jagdinstinkt, der sich nicht wegzüchten lässt. „Artgerechter ist es
deshalb, wenn sie nach draußen können“, sagt Tierärztin Behr. Das sei aber allein schon mit Blick auf den Straßenverkehr riskant - und schlichtweg nicht möglich, wenn ein Halter im vierten Stock wohne. Doch auch eine Wohnungskatze fühle sich nur wohl, wenn sie jagen könne. Also muss der Mensch Spiele bieten.

 

THERAPEUTEN

„Katzen lassen sich nicht zu Assistenten für Behinderte ausbilden wie ein Blindenhund“, sagt Astrid Behr, Sprecherin des deutschen Bundesverbands Praktizierender Tierärzte. Dennoch hielten zum Beispiel Alten- und Pflegeheime heute Katzen zu sozialen Zwecken. „Dahinter steht die Beobachtung, dass es alten Menschen oft besser geht, wenn sie sich um ein Tier kümmern können.“ Und manche Katzen danken diese Zuneigung mit einem Sprung auf dem Schoß und lautem Schnurren.

 

ANPASSUNGSKÜNSTLER

Katzen sind vermutlich die einzigen Haustiere, die sich selbst domestiziert haben. Hatten Großkatzen eine Abneigung gegen die frühe menschliche Zivilisation, schlichen sich die Miniatur-Ausgaben einfach ein. Im alten Ägypten wurden sie im ersten Katzenhype der Weltgeschichte sogar zu Gottheiten. Dabei nutzt die Hauskatze dem Menschen bis heute objektiv wenig.

 

 

LIEBLING

Heute schon mit der Katze rumgeschmust? Die Katze braucht das nicht. Es ist der Mensch, der Sofalöwen schwer widerstehen kann. Für US-Sachbuchautorin Abigail Tucker ist die Erklärung einfach. Hauskatzen wiegen mit vier Kilo so viel wie ein Baby. Dazu kommen große Kulleraugen, Stupsnase und Pausbacken. Das ergibt ein Katzenleben lang das perfekte Kindchenschema. Bei vielen Menschen - vor allem Frauen - löst das Studien zufolge einen Schub des Fürsorge-Hormons Oxytocin aus.