Ein erstes Mal in diesem Jahr stiegen die Temperaturen gestern über 30 Grad. Und genau diesen ersten Hochsommertag hatte das „Luxembourg Institute of Science and Technology“ (LIST) ausgewählt, um sein meteorologisches Bulletin „Frühjahr 2015“ vorzustellen. Das diesjährige Frühjahr war in Luxemburg an allen Wetterstationen etwas kälter und wie in dem Bericht festgehalten wird, „deutlich zu trocken gegenüber der Vergleichsperiode von 2001-2010“.
Größtenteils freundlich und ruhig
Das erste Viertel des diesjährigen Frühjahrs wurde von regelmäßigen Hochdrucklagen geprägt und war größtenteils freundlich und ruhig: Tagsüber wurden frühlingshafte Werte verzeichnet, die Nächte waren allerdings noch teilweise frostig.
Nach den beiden Stürmen „Mike“ und „Niklas“ Ende März beruhigte sich das Wetter in Luxemburg. Für April waren hoher Luftdruck, warme Temperaturen und sehr wenig Niederschlag festzuhalten.
Das letzte Drittel des Frühjahrs war, wie im LIST-Bericht festgehalten wird, „wieder abwechslungsreicher“: Ausläufer von Tiefdruckgebieten brachten kühlere Luftmassen nach Luxemburg.
Kühlere Temperaturen
Was nun die Temperaturen betrifft, so wurden in diesem Frühjahr an allen Stationen in Luxemburg Mitteltemperaturen gemessen, die unter denen der Vergleichsperiode 2001-2010 lagen.
Im Vergleich zu dieser Periode wurde mit -0,1°C die geringste Abweichung an der Station Findel gemessen, während die höchste Abweichung mit -0,9°C in Oberkorn registriert wurde.
Im April lagen die Temperaturen über dem Durchschnitt von 2001-2010, während März und Mai etwas kühler ausfielen.
Deutlich weniger Niederschläge
Die gemessenen Niederschlagsmengen lagen im diesjährigen Frühjahr dem LIST-Bericht zufolge „deutlich unter den Werten der Vergleichsperiode 2001-2010. An der Station Echternach wurde rund ein Fünftel (-21 Prozent) weniger Niederschlag gemessen, während an der Station Reuler sogar weniger als die Hälfte (-56 Prozent) aufgezeichnet wurde“.
Mit Ausnahme der beiden Stürme Ende März wurden im diesjährigen Frühjahr an der Station Findel so gut wie keine Niederschläge gemessen.
Auch im Mai diese Jahres wurden deutlich weniger Niederschlagsmengen als in den Vergleichszeiträumen verzeichnet.


