LUXEMBURG
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Aufzüge können Senioren das Leben sehr erleichtern

Ein Leben lang in einem Haus oder in einer Wohnung gelebt und dann wird es immer schwieriger, sich zuhause zu bewegen und vor allem Treppen zu steigen... Das erleben viele Senioren. Aber es gibt Lösungen.

Das Heim kann mit Aufzügen oder Treppenliften nachgerüstet werden. Unter bestimmten Bedingungen. „Die Kunden unterschätzen oft den Platz, der für einen Aufzug gebraucht wird“, erklärt Clément Wampach von ThyssenKrupp Ascenseurs Luxembourg. 1,5 mal 1,5 Meter würden schon für einen Aufzugsschacht gebraucht, mindestens 73 Zentimeter breit müsse eine Treppe sein, um sie mit einem Treppenlift auszurüsten.

Unterstützung von der Pflegeversicherung

Die Pflegeversicherung übernimmt einen Teil der Installationskosten, wobei die Installation zunächst von der „Administration d’évaluation et de contrôle“ genehmigt werden muss.

Clément Wampach, der auch Präsident der Aufzugsbauerinnung in Luxemburg ist, stellt fest, dass bei immer mehr Wohngebäuden Aufzüge bereits von Grund auf mit eingeplant werden, auch mit Blick auf die Mobilität im Alter. Im Vergleich zum Preis eines Wohngebäudes sei das Investment in einen Lift vergleichsweise niedrig. Die Nachfrage für Aufzugslösungen für Senioren bezeichnet Wampach als „stabil“. Bei Ascelec, einem kleineren Anbieter, sieht man den Markt hingegen als „schwierig“ an. 

Mehr: tinyurl.com/TreppenlifteLux

Hauptsache Sport

Wer auch im Alter gesund und fit bleiben will, sollte regelmäßigen Sport in seinen Alltag integrieren. Ob man dabei auf Ausdauer- oder eher Krafttraining setzen sollte, ist wissenschaftlich umstritten. Eine brasilianische Untersuchung, deren Ergebnisse nun beim Kongress „EuroPrevent 2019“ der Europäischen Kardiologengesellschaft in Lissabon vorgestellt wurden, raten zum Griff zu den Hanteln. Dabei reiche es allerdings nicht, Gewichte zu stemmen, so das Ergebnis der Sportmediziner von der Klinik Clinimex in Rio de Janeiro. Entscheidend sei, mit welcher Geschwindigkeit die Übungen ausgeführt würden. „In fortgeschrittenem Alter von einem Stuhl aufzustehen oder einen Ball zu treten, erfordert vor allem Schnellkraft“, erklärt Sportmediziner und Studienleiter Claudio Gil Araújo. „Dennoch konzentrieren sich die meisten Kraftübungen auf die Maximalkraft.“ Entsprechend seien viele Menschen im Fitnessstudio auf die Schwere der Gewichte und die Anzahl der Wiederholungen fokussiert, anstatt auch auf die Geschwindigkeit der Ausführung zu achten. Doch was, wenn man mit dem Stemmen von Gewichten absolut nichts anfangen kann? „Viele Menschen glauben, dass sie ins Fitnessstudio gehen und hart trainieren müssen, um fitter zu werden“, sagt Medizinerin Elin Ekblom-Bak von der „Swedish School of Sport and Health Sciences“. Bei den meisten Menschen hätte aber schon ein aktiverer Alltag mit Treppensteigen oder Radfahren positive Effekte auf die Gesundheit, wie die Studie zur kardiorespiratorischen Fitness unter Leitung von Ekblom-Bak zeigt. Die kardiorespiratorische Fitness beschreibt, wie gut Atmung und Blutkreislauf den Körper mit Sauerstoff versorgen. Die Medizinerin plädiert dafür, die Messung zum Teil von Gesundheitschecks werden zu lassen.