LUXEMBURG
PASCAL STEINWACHS

Vorstellung des Referenzzentrums zur Förderung der affektiven und sexuellen Gesundheit

Habe die Sexualität vor einiger Zeit noch ein großes Geheimnis für die Jugendlichen dargestellt, so würden wir heute in einer übersexualisierten Gesellschaft leben, in der die jungen Leute einen permanenten Zugang zur Sexualität hätten, wobei das Bild, das dort vermittelt werde, jedoch in keinerlei Weise der Realität entspreche, und wohl auch nicht den Erfahrungen der Jugendlichen.

Dieser Meinung ist jedenfalls Unterrichtsminister Claude Meisch, der gestern zusammen mit Gesundheitsministerin Lydie Mutsch und „Planning Familial“-Präsidentin Ainhoa Achutegui das Referenzzentrum zur Förderung der affektiven und sexuellen Gesundheit vorstellte, das demnächst seine Arbeit aufnehmen soll.

Keiner soll diskriminiert werden

Aus diesem Grund wurde auch eine Konvention mit dem Planning Familial“ unterschrieben, der auf diesem Gebiet die meiste Erfahrung hat.

Wie dessen Direktorin Achutegui gestern unterstrich, gehe es nun darum, dem Referenzzentrum eine Seele und ein Gesicht zu geben, aber auch einen Namen, sei die aktuelle Bezeichnung „Centre national de référence pour la promotion de la santé affective et sexuelle“ (CNR) doch nicht gerade sexy.

In den nächsten Tagen werde sich dann auch zeigen, wer dem Referenzzentrum vorstehen soll, nachdem dieser Posten ausgeschrieben worden sei. Das Referenzzentrum versteht sich indes als „Bindeglied zwischen den Akteuren auf dem Terrain“, wie Achutegui hervorhob, wobei hier niemand diskriminiert werden soll. Das Zentrum soll sich auch um die Aus- und Weiterbildung der betroffenen Akteure kümmern.