LUXEMBURG
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Was sich mit dem neuen Antitabak-Gesetz ab dem 1. August ändert

Das neue Tabakgesetz, das bereits am 13. Juni beschlossen wurde, tritt mit dem 1. August in Kraft. Es fügt der Gesetzgebung von 2006 nicht nur die Dispositionen der Direktive 2014/40/UE hinzu, sondern geht über diese hinaus, um dem frühen Einstiegsalter der Jugendlichen in den Tabakkonsum entgegen zu wirken. So beginnen laut Gesundheitsministerium rund 94 Prozent aller Nutzer vor dem 25. Lebensjahr erstmals mit dem Rauchen. Vor dem vollendeten 18. Lebensjahr sind es ebenfalls bereits alarmierende 70 Prozent – und das jüngste Einstiegsalter fällt zwischen 13 und 14 Jahren.

Deshalb hat das Ministerium einige spezifische zusätzliche Maßnahmen eingeführt:

- Ein Rauchverbot auf Spielplätzen, um Kinder nicht dem Tabakkonsum auszusetzen. Es zieht  zudem Erwachsene stärker in die Verantwortung, ein korrektes und vorbildhaftes Verhalten an den Tag zu legen.

- Ein Rauchverbot in Privatfahrzeugen, wenn sich Kinder bis zum Alter von zwölf Jahren mit an Bord befinden. Diese Maßnahme hat die Absicht, die Kinder nicht dem Tabakrauch auszusetzen und das  Passivrauchen zu reduzieren. „Selbst mit offenen Fenstern kann sich der Tabakrauch nicht zufriedenstellend und angemessen verflüchtigen“, heißt es in der Mitteilung des Gesundheitsministeriums. Zudem verhindere es, dass Kinder das Rauchen normalisieren, weil sie Erwachsene beim Konsum beobachten.

- Ein „Vaping-Verbot“ überall dort, wo ein Rauchverbot gilt. Die E-Zigarette stelle dieselben Gesundheitsrisiken dar, da sie ebenfalls über giftige Inhaltsstoffe verfügt und diese auch passiv weitergibt, unterstreicht das Ministerium. Zudem könne es auch als Anreiz zum Rauchen gesehen werden, da dieselben Handgriffe wie bei herkömmlichen Zigaretten zum Zuge kommen. Kinder und Jugendliche könnten so ebenfalls zum Rauchen verleitet werden.

- Ein Verbot für den Verkauf von Zigaretten und E-Zigaretten an unter 18-Jährige, um den Konsum bei Minderjährigen zu unterbinden.

Das Gesundheitsministerium hält fest, dass Rauchen auch weiterhin die Ursache Nummer Eins für einen verfrühten Tod darstellt. So soll Statistiken des Gesundheitsministeriums zufolge jeder zweite Raucher eine geringere Lebenserwartung durch seinen Tabakkonsum haben – durch ein erhöhtes Risiko an kardiovaskulären Erkrankungen, ein erhöhtes Krebs- und Tumorrisiko, sowie Lungenprobleme.