LUXEMBURG
JACQUELINE KIMMER

Die Entwicklung des „Chrëschtmaart an der Stad“ seit seinen Anfängen

Heute gehört es hierzulande zum guten Ton, dem „Chrëschtmaart an der Stad“ einen Besuch abzustatten - einen Glühwein, eine Portion „Gromperekichelcher“ oder einfach nur einige entspannte Momente zu genießen. Doch, dem war nicht immer so.

„Chrëschtmaart“ ja oder nein?

Bevor der erste Weihnachtsmarkt in der Hauptstadt 1984 abgehalten wurde, zogen einige Jahr ins Land, in denen sich die Köpfe heiß diskutiert wurden, ob es opportun sei einen „Chrëschtmaart“ in Luxemburg zu veranstalten. Heftige Diskussionen gab es gar um die Art und Weise wie „Chrëschtmaart“ denn nun zu schreiben sei.

Am 13. Dezember 1984 war es dann soweit: Der erste Weihnachtsmarkt in der Hauptstadt wurde auf der Plëss eingeweiht. Andauern sollte der Markt mit 25 Verkaufsständen - an denen alles rundum Weihnachten angeboten wurde - bis zum 24. Dezember.

Von manchen mit Argusaugen beobachtet, sollte der Erfolg des Weihnachtsmarktes nicht ausbleiben: Im Laufe der Jahre mauserte sich die Veranstaltung zu einem echten Publikumsmagneten.

Seit letzten Jahr belegt der „Chrëschtmaart an der Stad“ nicht nur die Plëss, auch die Place de la Constitution (bei der „Gëlle Fra“) wurde mit in die Veranstaltung eingegliedert. Hier wurde 2012 erstmals ein Riesenrad errichtet - für viele hatte das nichts auf einem „Chrëschtmaart“ zu suchen. Doch die Besucher liebten es und so ist das Riesenrad in diesem Jahr wieder bei der „Gëlle Fra“ präsent.

Da die Schweiz in diesem Jahr Gastland beim „Chrëchtmaart an der Stad“ ist, wurde ein „Schweizer Dorf“ bei der „Gëlle Fra“ errichtet, wo die hoffentlich zahlreichen Besucher kulinarische Spezialitäten aus dem Alpenland verkosten können. Sinn und Zweck dieser Veranstaltung ist es, den „Chrëschtmaart“-Besuchern vor Augen zu führen, wie Weihnachten außerhalb des Großherzogtums gefeiert wird.

Ein Publikumsmagnet

Mit 25 Verkaufsständen hat der „Chrëschtmaart an der Stad“ vor 29 Jahren begonnen. Der diesjährige, hauptstädtische Weihnachtsmarkt umfasst 119 uniforme Holz-Chalets - 58 an der Plëss und 61 bei der „Gëlle Fra“.

Auch die vor 30 Jahren heftig umstrittene Dauer des „Chrëschtmaart“ hat sich eingependelt und so zieht sich der Weihnachtsmarkt in der Regel über gut vier Wochen hin. Und so kann getrost behauptet werden, dass die einstigen „Gegner“ heute die größten Anhänger des „Chrëschtmaart an der Stad“ sind.

Fehlt eigentlich nur noch der Schnee, um das ganze „Weihnachts-Glück“ perfekt zu machen.