WORMELDINGEN/LUXEMBURG
LJ

Weinbauminister Fernand Etgen zu Besuch bei den Moselwinzern

Der Wein ist früh dran, sogar sehr früh. Schon im August waren die ersten Trauben reif, zwei Wochen früher als sonst. Auch 2017 ist ein schwieriges Weinjahr, Frühjahrsfröste, Regenmangel im Frühsommer und zu viel Regen in den vergangenen Wochen stellen die Winzer auch in diesem Jahr vor große Herausforderungen.

Gestern informierte sich Landwirtschafts- und Weinbauminister Fernand Etgen vor Ort, in den Weinbergen rund um Wormeldingen, über den Stand der Dinge. Etgen zog dann aber doch eine halbwegs positive Bilanz. Er teilte darauf hin mit, dass „die Winzer die Situation im Griff“ haben. Dafür sorgt die zu erwartende exzellente Qualität der Weine, der Wermutstropfen sind die sich auch 2017 wiederholenden Ernteausfälle. Nach Auffassung von Etgen werden die unberechenbaren Wetterbedingungen nicht mehr die Ausnahme sein, sondern langsam zur Regel werden, diese Situation stelle für die gesamte Landwirtschaft eine Herausforderung dar.

Von Seiten der Regierung aus werden die staatlichen Zuschüsse zu den Ernteausfallversicherungen von 50 auf 65 Prozent heraufgesetzt. Da die Winzer „mit der Natur arbeiten“ (Zitat Etgen) räumt ihnen eine Steuerreform das Privileg ein, die guten Jahre mit den schlechten verrechnen zu dürfen.