NEUHÄUSGEN
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169 „Wëllefcher“ amüsieren sich im „Yakari Camp“ in Neuhäusgen

Flinker Hering und Bissiger Seeteufel toben durch das Indianercamp an den Tipis vorbei. Standesgemäß sind sie natürlich in Indianerkleidung gehüllt, schließlich sind sie im „Yakari Camp“ unterwegs. Sie kennen Yakari nicht? Der kleine Sioux-Held Yakari ist bekannt aus dem KiKA-Fernsehprogramm. Er ist immer genau da, wo es nach Abenteuer riecht - passend für kleine „Wëllefcher“ der „Lëtzebuerger Guiden a Scouten“ (LGS).

Auch wenn es mal turbulent wird, hilft er mutig all seinen Freunden. Dazu zählen nicht nur die anderen Indianer, sondern auch die wilden Tiere der Prärie. Denn Yakari hat ein Geheimnis: Er kann mit Tieren sprechen.

Alles ohne Handy

Yakaris bester Freund ist daher auch „Kleiner Donner“, ein Pony. Sie helfen einander in jeder Situation. Kleiner Donner ist sehr intelligent, wild und schnell - nicht mal Yakaris Vater Kühner Blick kann ihn einfangen. Seit Yakari Kleiner Donner aus einer Felsspalte befreit hat, sind die beiden unzertrennlich...

„Seit Sonntag bieten wir dieses Camp an, es geht noch bis Freitag“, erzählt Oberhäuptling Tom Lahr, der LGS-Camp-Leiter in Neuhäusgen, wo das „Centre de Formation et Animation“ liegt. Vor allem für Pfadfindergruppen der LGS, die nicht regelmäßig ihre eigenen Camps durchführen können, „ist dieses hier gedacht“, sagt Lahr. Dabei steht das Lager immer unter einem bestimmten Motto, „in diesem Jahr ist es eben Yakari.“ Dabei komme auch die Umwelterziehung nicht zu kurz. Doch was machen nun die kleinen Indianer im Camp? Leo aus Christnach erzählt: „Wir machen viele Aktivitäten, haben aber auch Freizeit.“ Natürlich gehören Feuermachen mit Steinen, Trommeln bauen oder auch Schnitzel zum Programm. „In der Freizeit können wir dann im Wald spielen oder einfach nur in der Hängematte liegen.“ Flinker Hering, der übrigens Max heißt, berichtet zusammen mit Bissiger Seeteufel (der heißt im richtigen Leben Tiago), davon, wie sie abends am Feuer sitzen und Geschichten erzählen: „Das ist schon cool“, sagen die beiden - und gehen in ein Tipi. Auch hier sei spielen möglich, „aber geschlafen wird in den großen Zelten.

Auch das Aufräumen muss sein

Und die müssen hier und da noch etwas Indiana-technisch aufgeräumt werden. „Da haben wir doch heute Morgen drüber besprochen“, sagt eine Gruppenleiterin in Richtung ihrer kleinen Indiana - die sich nur etwas widerwillig an die Arbeit machen. Bis Freitag werden die Indianer noch durch den Wald von Neuhäusgen toben. „Und wenn die Wettervorhersage passt, ist das geplante Schwimmen natürlich passend“, sagt ein anderer Gruppenleiter. Ach ja, eine oberste Regel im „Yakari Camp“: Alles ohne elektronische Geräte, heißt, das Handy liegt zuhause, Yakari hat ja schließlich auch kein Handy. Fällt das denn schwer? „Es geht so“, verrät Indianer Alex, der in gleichem Atemzug aber ausführt, dass es sehr interessant sei, denn man wüsste nicht, was noch alles auf dem Programm des „Yakari Camps“ stehen würde - „das ist eine Überraschung…“

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