LUXEMBURG
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Wiedereröffnung am 1. Mai - Einsatz Freiwilliger bleibt aber weiterhin begrenzt

Während es ab dem 4. Mai auch für die Veterinärmedizin - unter strikten hygienischen Maßnahmen in puncto „social distancing“ - wieder zurück zur Normalität geht, wie Gesundheitsministerin Paulette Lenert gestern bei einer Pressekonferenz bestätigte, nimmt jetzt auch die Wildtierstation in Düdelingen den Betrieb wieder auf. Und zwar wird bereits ab dem 1. Mai die Entgegennahme von kranken oder verletzten Wildtieren in Düdelingen und an den „Wëlldéier Drop-off“-Stationen in Clerf, Junglinster und Niederfeulen wieder gewährleistet.

Möglich gemacht habe das eine schnelle finanzielle Unterstützung seitens des Umwelt-, Klima- und Nachhaltigkeitsministeriums, wie es in einer Pressemitteilung heißt. Die 1988 gegründete Station im Düdelinger Parc Le’h wird von der Umweltschutzorganisation natur&ëmwelt betrieben und nimmt jährlich zwischen 2.500 und 3.000 pflegebedürftige Wildtiere auf. Sie musste kurz nach der Ausrufung des Notstands wegen
Covid-19 die Aufnahme weiterer Tiere stoppen, weil die Personaldecke nicht mehr reichte. Mehrere Mitarbeiter mussten sich nämlich auf ärztlichen Bescheid hin in Quarantäne begeben. Und so mussten sich die verbleibenden Mitarbeiter auf die Versorgung der rund 200 Tiere in der Station konzentrieren.

Zwei zusätzliche Pfleger

Um das Ansteckungsrisiko so gering wie möglich zu halten, musste die Station während der letzten Wochen auch auf das Gros der zahlreichen Freiwilligen verzichten, die normalerweise mithelfen, die Wildtiere wieder aufzupäppeln. Durch die Unterstützung des Ministeriums konnten zwei zusätzliche Pfleger für dieses Frühjahr und den Sommer eingestellt werden. Denn die Monate, in denen die meisten verletzten oder kranken Wildtiere eingeliefert werden, stehen erst bevor. Die Freiwilligen müssen leider noch etwas länger außen vor bleiben. Ihr Einsatz begrenzt sich auf das „Wëlldéirentaxi“, das die Tiere aus den Auffangstationen ins Pflegezentrum bringt. Um dort die Anzahl der Besucher auf ein Minimum zu reduzieren, wurden alle Events für die nächste Zukunft abgesagt. Allerdings sollte man die Zeit bis dahin nutzen, um etwa mehr über Wildtiere zu erfahren und wie man mit verletzten Tieren richtig umgeht.

Mehr dazu: tinyurl.com/Wildtierstation