LUXEMBURG
LJ

Die Grafenburg in Koerich wurde gestern offiziell ihrer neuen Bestimmung übergeben

Der Westen des Landes hat eine Kulturstätte mehr und zudem eine außerordentliche: Gestern Nachmittag wurden die neuen Infrastrukturen im Inneren des teilrestaurierten „Gréiweschlass“ in Koerich im Beisein von Kulturministerin Sam Tanson sowie zahlreicher politisch und kulturell Verantwortlicher aus der Gegend feierlich eingeweiht.

Ein Vierteljahrhundert Einsatzfür den Erhalt des Patrimoniums

Die Freude in der Region ist groß, insbesondere bei den „Käercher Schlassfrënn“,
die seit über einem Vierteljahrhundert gegen den Verfall der Anlage kämpfen, deren Ursprung bis ins 14. Jahrhundert zurück reicht.

In die seit 1985 im Staatsbesitz befindliche Ruine wurden seit 2011 knapp sieben Millionen Euro investiert. Für Konsolidierungsarbeiten, vor allem aber für die Ausstattung mit einer überdachten Bühne, einem Pavillon für Besucher und stählerne Zugangsrampen und Treppen durch die das steinerne Erbe, das einst von einem Wassergraben umgeben war, besser erkundet werden kann.

Treffpunkt im „Tal der Sieben Schlösser“

Dazu kommt eine spezielle Beleuchtung, die einen nächtlichen Besuch im „Kulturschloss“ zu einem besonderen Erlebnis macht. Ende August bereits hatten die „Schlassfrënn“ gemeinsam mit der Kulturministerin, Bürgermeister Jean Wirion und Jean-Jacques List vom Denkmalschutzamt das von Architektin Tatiana Fabeck ausgearbeitete Konzept für das „Kulturschlass“ vorgestellt.

Aber nicht nur das: In den nächsten Wochen bieten sich Interessierten eine Menge an Kulturevents. Die „Schlassfrënn“ haben ein buntes Programm zusammen gestellt, das eine Kinovorstellung beinhaltet, Literaturabende, Konzerte und Konferenzen (Detail siehe Rahmen). Mit der gestrigen Eröffnung sind die Arbeiten am „Gréiweschlass“ - das übrigens das einzige im „Tal der Sieben Schlösser“ ist, das frei zugänglich ist - noch nicht abgeschlossen.

So sind noch Amenagierungsarbeiten in der Umgebung vorgesehen, wo unter anderem Tafeln angebracht werden sollen, welche die Geschichte des „Gréiweschlass“ und seiner Region detailliert erzählen sollen, Nicht abgeschlossen ist auch die archäologische Erforschung des Areals.