Im Beisein von Erbgroßherzog Guillaume und Erbgroßherzogin Stéphanie sowie der Minister Claude Meisch und Etienne Schneider fand am Freitagabend die offizielle Einweihung des 1535 Grad Celsius statt. Das Projekt 1535 stellt ambitiöse Herausforderung der Gemeinde Differdingen von 2013 dar, in drei früheren ArcelorMittal-Hallen mit einer Gesamtfläche von 16.000 Quadratmeter einen Kreativ-Hub zu gestalten. Es handele sich um ein einzigartiges Experiment in Luxemburg und in der Großregion, hieß es am Freitagabend nach dem offiziellen Rundgang.
Wichtig war es den Gemeindeverantwortlichen, bei diesem Konzept das industrielle und kulturelle Erbgut zu erhalten. Um dem Nachdruck zu verleihen, erhielt das Projekt den Namen 1535 Grad Celsius, der Temperatur, bei der das Eisen den Siedepunkt erreicht und zu Stahl verarbeitet werden kann.
Lange Warteliste von Interessenten
In der Halle A mit 6.500 Quadratmeter Nutzfläche, die sich auf zwei Stockwerken erstreckt, sind insgesamt 44 im kreativen Bereich tätige Betriebe sesshaft geworden. Über 200 Menschen sind hier beschäftigt. Mannigfaltig sind die Berufsparten, die man vorfindet: Design, Architektur, Filmindustrie, Kommunikationstechnologien, Musik, Kunsthandwerk, digitale Spiele und Softwareprogramme oder aus dem Medienbereich. Größter hier angesiedelter Betrieb dürfte zur Zeit die Redaktion der Gratiszeitung „L’essentiel“ sein.
Interessant ist vor allem der Mietpreis, der abhängig von der Ausführung des angemieteten Lokals bei sechs Euro Monatszins pro Quadratmeter, zuzüglich Nebenkosten, beginnt.
Dies dürfte dann auch erklären, weshalb den Verantwortlichen des Projekts eine Warteliste mit über 250 Mietkandidaten vorliegt. In den Genuss eines Lokals können sowohl einzelne Personen als auch Unternehmen, die im Bereich der kreativen Industrie tätig sind, kommen.



