LUXEMBURG
VIVIANE VERMEER

Vor sechs Jahren traf Viviane Vermeer auf Tom Pauly. Der junge Mann war damals 21 Jahre alt und durch einen Unfall an den Rollstuhl gefesselt. Sein sehnlichster Wunsch: Einmal zum Fußballspiel nach Barcelona. Aus dem privat organisierten Trip wuchs die Idee, eine Stiftung auf Basis von Liebe, Mitgefühl, Barmherzigheit und Verantwortungsgefühl zu gründen. So entstand „Wonschstär“. In der Krise sucht sie Freiwillige, denn der Bedarf wächst, wie Vermeer berichtet.

„Die Stiftung Wonschstär hat es sich zum Ziel gesetzt Menschen, welche aufgrund von Krankheiten, Unfällen oder durch andere Schicksalsschläge das Leben erschwert bekamen, zu helfen. Unser Grundgedanke besagt, dass jeder die Möglichkeit haben sollte, seine Träume zu verwirklichen. Das gilt für Kinder ebenso wie für Erwachsene. Die Stiftung finanziert sich ausschließlich über Spenden. Um sie zu finanzieren, verkaufen unsere Unterstützer beispielsweise auch auf Weihnachtsmärkten Gebäck und Leckereien.

Die Wünsche sind ganz unterschiedlich. Mal ist es eine Ausstattung für eine Seniorin, die die Krankenkasse nicht bezahlt, mal der Gratis-Besuch beim Zahnarzt für einen Flüchtlingsjungen. Manche Wünsche kosten auch nichts – nur etwas Zeit von Freiwilligen. Vor zwei Jahren haben wir die ‚Stëmm vun der Strooss‘ Heiligabend gebeten, Wünsche anzugeben. Von 125 Wünschen konnten wir 116 erfüllen. Das war mal ein Paar Turnschläppchen, mal eine Matratze. Viele Menschen wünschten sich einen Arbeitsplatz oder eine Wohnung. Das können wir dann nicht erfüllen.

Bald werden wir ein Projekt vorstellen, einen Roboter, der Menschen hilft, die Multiple Sklerose haben oder im Rollstuhl sitzen müssen. Der Roboter hilft ihnen dabei, gehen zu lernen. Das werden wir gemeinsam mit dem Rehazenter vorstellen.

Durch das Coronavirus kommen mehr Menschen mit Wünschen auf uns zu. Deshalb starten wir diesen Aufruf: Wir brauchen mehr Menschen, die helfen. Ein Beispiel: Ein sehr kranker Mensch möchte an die belgische Küste. Da bräuchten wir eine Krankenschwester oder einen Pfleger, die oder der auf freiwilliger Basis mitreist. Doch es gibt auch viele andere Wünsche. Deshalb würden wir uns über Unterstützung freuen. Wir sind einfach über unsere Webseite www.wonschstaer.lu zu erreichen. Denn unsere Stiftung möchte zeigen, dass man sehr viel erreichen kann und nie die Hoffnung verlieren soll.“