LONDON/BERLIN
DPA

Vereinte Nationen mahnen Staaten weltweit zu mehr Klimaschutz

London/Berlin Viele Staaten müssen dringend mehr für den Klimaschutz tun, wenn die Erderwärmung wie vereinbart auf maximal zwei Grad gedeckelt werden soll.

Das geht aus einem neuen Bericht des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) hervor. Geregelt ist die Zielvorgabe im historischen Klimaabkommen von Paris, das heute offiziell in Kraft tritt. „Die Wissenschaft zeigt, das wir uns schneller bewegen müssen“, sagte UNEP-Direktor Erik Solheim. Sonst drohten vielerorts Hunger, Krankheiten und Konflikte als Folge der Erderwärmung.

China, der EU und Indien wird in dem UN-Bericht bescheinigt, auf gutem Weg zu sein und bestehende Klimaversprechen bis 2020 einzuhalten. Die USA, Kanada und Mexiko hingegen müssten ihre Anstrengungen erhöhen. In dem „Emissions Gap Report 2016“ heißt es, der für 2030 erwartete Ausstoß von Treibhausgasen müsse um ein Viertel sinken, um die Erderwärmung bis Ende des Jahrhunderts auf zwei Grad zu begrenzen.

42 Gigatonnen sparen

Doch steuere die Welt für 2030 auf einen Ausstoß mit einem Erwärmungspotenzial von 54 bis 56 Gigatonnen Kohlenstoffdioxid zu. Notwendig wäre aber eine Reduzierung auf 42 Gigatonnen.

Über 190 Staaten hatten sich beim Pariser Klimagipfel im Dezember dazu verpflichtet, die globale Erwärmung auf „deutlich unter zwei Grad“ oder besser noch auf 1,5 Grad zu begrenzen.

In Marrakesch beginnt am kommenden Montag die nächste Weltklimakonferenz. Dabei geht es um Wege, dieses Ziel zu erreichen. DPA