SCHENGEN
CORDELIA CHATON

Der Unternehmenschef Rolf Sorg will 24 Wohnungen für seine Mitarbeiter bauen - und kommt seit einem Jahr nicht weiter

Rolf Sorg muss als Gründer und Unternehmens-Chef von PM-International oft schnell Entscheidungen treffen. Sein Unternehmen wächst, er hat fast 80 Mitarbeiter am Standort Schengen. Viele haben einen langen Weg zur Arbeit. So entstand die Idee, Wohnungen für sie zu bauen. Doch seit einem Jahr liegen die Pläne vor und das Projekt kommt nicht voran.

Auf einem Gelände der Größe von 96,6 Ar an der Wäistrooss in Schengen sind insgesamt 24 Wohneinheiten in sechs Gebäuden sowie ein Bürogebäude und ein Spielplatz geplant. Dem Gemeinderat wurden die Pläne für die Gebäude am „Seckerbaach“ schon vorgestellt.

„Er hatte eine ganze Reihe Anmerkungen“, stellt Sorg fest. Die Pläne wurden dementsprechend geändert und dann beim Innenministerium eingereicht. Dieses schickte Anfang April eine Stellungnahme. „Das ist jetzt ein Jahr, nachdem wir die Pläne eingereicht haben“, bemerkt Sorg.

Was ihn besonders wurmt: In der Stellungsnahme des Innenministeriums werden einige der Änderungen, die die Gemeinde Schengen gefordert hat, wieder zurück genommen. Dafür sollen Pergolen die Zufahrtsrampen verschönern und eine öffentliche Grünfläche mehr zur Straße hin verlegt werden. Die Stellungnahme empfiehlt auch, die Anordnung der Parkplätze zu überarbeiten und die unterirdische Entwässerung der öffentlichen Domäne anzuordnen. „Wir würden das gern mit der Gemeinde besprechen“, sagt Sorg. Aber so einfach ist das nicht. Laut Auskunft der Gemeinde muss das Unternehmen dazu einen Termin mit dem Bürgermeister haben. Damit, hat man Sorg mitgeteilt, sei in frühestens drei Wochen zu rechnen. So lange passiert nichts.

Auch das „Journal“ hat bei der
Gemeinde Schengen nachgefragt. Hier war die Auskunft die gleiche: Wir müssen einen Termin mit dem Bürgermeister machen, wenn wir eine Aussage der Gemeinde zu den Bauarbeiten erhalten wollen.

Sorg versteht das nicht: „Wir wollen mit dem Projekt voran kommen. Hier platzen wir aus allen Nähten. Wir brauchen das neue Gebäude. Und viele unserer Mitarbeiter würden gern hierher umziehen.“ Einen neuen Termin mit der Gemeinde hat er schon angefragt. Bislang steht eine Antwort noch aus.