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Gegen das Ebola-Virus steht künftig ein wirkungsvoller Impfstoff zur Verfügung. Das Mittel sei im vergangenen Jahr in Guinea etwa 5.800 Menschen verabreicht worden, wo damals die Krankheit grassierte, heißt es in einer am Donnerstag (Ortszeit) veröffentlichten Studie im Auftrag der Weltgesundheitsorganisation WHO. Alle Betroffenen hätten Kontakt zu Ebola-Kranken gehabt. Einige von ihnen seien sofort geimpft worden, die anderen drei Wochen später. In der ersten Gruppe sei niemand erkrankt, in der zweiten 23 Personen.

Das Mittel habe sich als so wirkungsvoll erwiesen, dass die Studie vorzeitig abgebrochen worden sei, schrieb das Magazin „Lancet“. „Ich glaube wirklich, dass wir jetzt ein Mittel haben, dass es (uns) erlaubt, einen neuen Ausbruch von Ebola des Zaire-Stamms zu kontrollieren“, sagte die Autorin der Studie, Marie-Paule Kieny von der WHO. „Lancet“ schrieb, die kanadische Regierung habe den Impfstoff der US-Firma Merck & Co. bereits zugelassen. Im kommenden Jahr werde die Firma wohl die Zulassung in den USA und Europa beantragen.