LUXEMBURGIZ MIT UEFA

So lukrativ ist die Teilnahme an der Endrunde der UEFA Champions League

Es ist unbestritten der wichtigste europäische Fußball-Vereinswettbewerb: Die UEFA Champions League. Doch alles begann als „Europäischer Pokal“, der einen Monat nach dem ersten UEFA-Kongress, der am 2. März 1955 in Wien stattfand, ins Leben gerufen wurde. Doch die meisten Gründungsmitglieder der UEFA waren mehr daran interessiert, einen Wettbewerb für Nationalmannschaften einzuführen.

16 Vereine gingen an den Start

Die französische Sportzeitung L’Equipe und ihr damaliger Redakteur Gabriel Hanot legten daraufhin die Grundlagen für einen europaweiten Klubwettbewerb. Hanot arbeitete zusammen mit seinem Kollegen Jacques Ferran einen Spielplan für ein Turnier aus, das am Mittwochabend unter Flutlicht ausgetragen werden sollte. Zu den Treffen am 2. und 3. August wurden Vertreter von 16 Vereinen eingeladen. Dort wurden die von der L’Equipe vorgegebenen Regeln einstimmig beschlossen. Die erste Partie im Pokal der europäischen Meistervereine wurde in Lissabon ausgetragen. Dabei trennten sich der Sporting Clube de Portugal und der FK Partizan mit einem 3:3-Unentschieden.

Aus dem Pokal wurde die League

Der große Wendepunkt in der Entwicklung dieses Wettbewerbs war in der Saison 1992/93 die Einführung der UEFA Champions League. Von da an gab es zu den traditionellen K.-o.-Runden auch noch eine Gruppenphase, die nach einem Pilotprojekt in der Vorsaison offiziell eingeführt wurde. Wegen der ständig wachsenden Beliebtheit dieser Gruppenphase wurde die Teilnehmeranzahl von acht auf 32 Teams aufgestockt.

Mittlerweile werden die Spiele sowohl am Dienstag als auch am Mittwoch ausgetragen - und die Teilnahme an der UEFA Champions League die Kasse eines Vereins richtig klingeln. Insgesamt stehen der UEFA Bruttoerträge in Höhe von 1,34 Milliarden Euro zur Verfügung. Der Gewinner kann so locker um die 40 Millionen Euro kassieren.

Startgeld: 2,1 Millionen Euro plus...

Von 1,34 Milliarden Euro waren 55 Millionen Euro nur für die Qualifikationsphase vorgesehen. Jeder der 20 teilnehmenden Vereine in der Qualifikationsphase bekommt ein Startgeld in Höhe von 2,1 Millionen Euro. 40 Millionen Euro aus dem Klubanteil der UEFA Champions League werden an den Klubanteil der UEFA Europa League abgegeben. Rund 530 Millionen Euro (knapp 75% der gesamten Einnahmen aus den Medienrechten und Werbeverträgen der UEFA) werden an die Klubs gehen. Die restlichen 25 Prozent dienen der Organisation und Verwaltung. Der Market Pool berechnet entsprechend des anteiligen Werts der jeweiligen Fernsehmärkte, die die Vereine in der UEFA Champions League (ab Gruppenphase) repräsentieren. Er bestimmt sich also danach, in welchem Land wie hohe Fernseheinnahmen verbucht werden und welchen Anteil der jeweilige Verein hat. So bekommen wegen der höheren Erreichbarkeit Vereine aus den internationalen Topländern wie England, Spanien, Deutschland und Italien im Schnitt mehr Geld.

Triumphe und Rekorde

Real Madrid, Milan und der FC Barcelona sind mit bisher drei Triumphen die erfolgreichsten Mannschaften in der UEFA Champions League. Mit neun Erfolgen in diesem Wettbewerb seit seiner Gründung sind die Königlichen auch das insgesamt beste Team, gefolgt vom AC Milan mit sieben, Liverpool und Bayern mit fünf und Ajax sowie dem FC Barcelona mit jeweils vier Triumphen.

Madrid hält mit zwölf Endspielen zudem den Rekord für die häufigsten Finalteilnahmen. 2002/03 siegte Milan nach einem Marathon von 19 Spielen, von der dritten Qualifikationsrunde an bis zum Erfolg im Elfmeterschießen im Finale gegen Juventus FC. Lesen Sie hierzu auch Seite 22