CLAUDE KARGER

„In den Mythologien, Sagen und Märchen spiegelt sich die ambivalente Einstellung des Menschen zum Wolf wider“, meinte dieser Tage der „Revue“-Wochenrückblicker, „letzterer ist nun wieder in Luxemburg gesichtet worden. Kein Grund, daraus gleich einen Wolfsburger zu machen“.

Na, das wollen wir ja mal hoffen, ist Meister Isegrim doch eine echte Seltenheit. Noch seltener ist, dass ein luxemburgischer Tennisspieler um den Einzug ins Halbfinale des Turniers von Wimbledon spielen darf. Tausende feuerten Gilles Muller an, darunter auch der Erbgroßherzog und der Premier, die extra nach London gereist waren, um „Mulles“ vor Ort zu unterstützen. „Premier auf Abwegen“, schreibt sich das „Wort“ da einen Wolf, das aus der Abwesenheit Bettels bei einer von vielen europapolitischen Debatten in der „Chamber“, zu der der Premier übrigens „nicht formell eingeladen“ war und dessen Präsenz auch nicht vorgesehen war, abenteuerlicherweise schließt, dass dieser sich „bei der Frage über die Zukunft der EU nicht angesprochen“ fühle. Von einem „groben politischen Fauxpas“ geht da sogar die Rede. Eher grobe, ungerechtfertigte Vorwürfe gegen jemanden, der doch dauernd gemeinsam mit seinen Regierungschef-Kollegen ganz vorne an der EU-Zukunftsfront steht.