PASCAL STEINWACHS

Wenn Ursula von der Leyen tatsächlich EU-Kommissionspräsidentin werden will, dann muss sie in den nächsten Tagen aber noch so einige Schippen drauflegen, ansonsten sie auch in Zukunft mit ihrem Armeeministerjob vorlieb nehmen muss. Von den europäischen Liberalen nach einem über zweistündigen Frage-und-Antwort-Spiel als „leidenschaftlich, aber wolkig“ (dixit Erzbistumszeitung) beschrieben, stößt sie bei den EU-Grünen auf Granit.

Die großherzoglichen Grünen luden ihrerseits gestern zu ihrer Umtrunksfingerfoodbilanzpressekonferenz ein, die praktischerweise an einem Ort stattfand, wo gleich zwei Flipper herumstanden, so dass Djuna Bernard, die als jüngste aller Abgeordneten*innen erst nicht wusste, mit was für einem Dings sie es hier zu tun hatte, die Gelegenheit hatte, zum ersten Mal in ihrem Leben einen Flipper anzufassen und ihre erste Kugel abzuschießen. Flipperfan Juncker freut sich jetzt schon auf eine potenzielle neue Spielpartnerin, die er in seine Capellener Garage einladen kann, hat er doch demnächst als Neurentner haufenweise Zeit.

Der Spruch des Tages äußerte gestern indes Kammerchef Etgen gegenüber „lessentiel.lu“: „Ich halte es für wichtig, dass die Plenarsitzungen nicht wie Theater aussehen“. Warum so engstirnig...