LUXEMBURG
PATRICK WELTER

„Journée nationale de la Résistance“ erinnert an die Toten in den KZ und den Zuchthäusern

Auch viele Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg ist es wichtig an diejenigen zu denken, die dem Besatzungsregime Nazi-Deutschlands in Luxemburg widerstanden haben. Nicht nur aus Respekt vor den Kämpfern und ihren Opfern, sondern weil sich in einigen Ecken Europas wieder das Gespenst des Nationalismus und Rassismus aus seinem geschlossen geglaubten Grab erhebt.

In Luxemburg hat man gestern mit der „Journée nationale de la Résistance“ denjenigen Widerständlern gedacht, die zwischen 1940 und 1945 in den Konzentrationslagern, den Gefängnisse und den Umsiedlungslagern ihr Leben lassen mussten. Ganz besonders erinnerte man an diejenigen 23 Mitglieder der „Resistenz“ die am 25. Februar 1944 im Wald von Hinzert erschossen wurden. Ebenso wie an die Streikenden des Jahres 1942, die ebenfalls im KZ Hinzert ermordet wurden. Die „Journée nationale de la Résistance“ wurde 1997 eingeführt, vorher gab es zu diesem Datum die so genannte „Hinzerter Mass“.

Kränze vor dem Hinzerter Kreuz

Die Erinnerungsfeier begann gestern um 11.00 mit einer Messe in der „Clacis-Kapelle“, im Anschluss ging es in einer Prozession zum „Nikolaus-Friedhof“. Beeindruckend war die Zeremonie vor dem „Hinzerter Kreuz“ und an den Gräbern der Widerstandskämpfer. Zu den Akteuren gehörten Geistliche der katholischen und protestantischen Kirche und der jüdischen Gemeinde, die Militärmusik und vor allem Schülern des Diekircher Lyzeums. Letztere trugen eine Auswahl von Zeitzeugentexten vor.

Parlamentspräsident Mars di Bartolomeo legte, ebenso wie die Staatssekretärin im Verteidigungsministerium, Francine Closener, einen Kranz nieder.