CLAUDE KARGER

Der Zwerg hat’s getan! Medien reiben sich nach wie vor die Augen darüber, dass sich dieses kleine Großherzogtum doch tatsächlich als zweite Nation in der Welt nach den USA einen Gesetzesrahmen für „Space Mining“ gegeben hat, der es den Pionieren erlaubt, zu behalten, was sie so in den unendlichen Weiten finden. „Das macht den Weg frei, damit tausende Science-Fiction-Novellen wahr werden“, freut sich etwa das britische IT-Portal „The Register“, das seinen Artikel mit einem Fantasiebild des von Frank Herbert ausgedachten Wüstenplaneten illustriert, wo sich ein paar Stämme die Köpfe einschlagen für ein wundersames Rauschgewürz, das von arg fiesen Mega-Sandwürmern bewacht wird. Na, alles brauchen die „Space Miner“ auch nicht auf den Globus runter zu schleppen. Obwohl die Dinger wohl nützlich wären, um - ratzfatz - Tunnel in den Luxemburger Sandstein zu knabbern, damit wir die Autobahnen in den Untergrund verlegen können, während oberirdisch sanft in saftiger Natur verkehrt werden kann. Per pedes, radlerweise oder tramtechnisch. Der Tram, der die letzte Woche zum ersten Mal aus dem Schuppen fuhr, werden laut Erzbistumszeitung - die muss es ja wissen - übrigens „messianische Fähigkeiten nachgesagt“, den Mobilitätskollaps zu vermeiden“. Neun Züge für ein Hallelujah? Wait and see.