LUXEMBURG
CLAUDE KARGER

Alle Rotkäppchen können weiterhin beruhigt ihre Waldspaziergänge tätigen: „Seit dem Erstbeleg seiner Wiederkehr 2017 scheint der Wolf bisher nur ein sporadischer Gast“, untertitelte gestern das „Wort“ einen interessanten Beitrag über das „märchen- und mythenumwobene“ Tier. Der letzte vor 2017 gesichtete Meister Isegrim endete 1893 übrigens als Bettvorleger. Für manche bleibt der Wolf die Verkörperung allerlei Urängste mit Zähnen und löst auch heute recht emotionale Debatten aus, wenn er sich an einem Schaf vergreift. „Dabei besteht sein Beuteschema zu 95 Prozent aus Wildtieren“, erklärt der Wolfsexperte von der Naturverwaltung und unterstreicht: „es mag manchmal unbequem sein, aber der Wolf zählt zu unserem Lebensraum dazu“. Nicht zum politischen Biotop dazu zählen indes Kuckuckseier. Eins davon sei die auch recht emotional debattierte Joghurtfabrik bei Bettemburg, so das „Wort“, das dem ehemaligen Wirtschaftsminister gleichsam wolfsähnliche Züge verleiht: „Schneider fackelte nicht lange, wenn er einen Deal roch“. Grrr. Nicht immer aber war die Beute gar und soll sogar ordentlich Fette-Kröten-Schlucken beim grünen Koalitionspartner ausgelöst haben. Dass die Dinger irgendwann aufstoßen, ist bekannt. Wer in der Causa Fage den Kreidefelsen verspeisen muss, allerdings noch nicht.