Der „Wort“-Leitartikler sorgt sich sehr um die Sozen: „Der Mantel der Modernisierung passte nicht, das Experiment der Erneuerung ist mit dem Referendum gescheitert. Der Premierministerkandidat von gestern erweist sich heute als Problemfall. 2013 zum LSAP-Kapitän gekürt, zeigte sich der Vize-Premier außerstande, die Wähler von den drei Fragen, von denen er immerhin zwei initiierte, zu überzeugen“. Der Einsatz des einstigen rosaroten Peloton-Leaders Asselborns auf der Zielgeraden reichte auch nicht mehr aus. „Weder Kurs noch Kapitän“ hätten die Genossen, so das harte Urteil des „Wort“. Nun wartet es auf Schneiders tapfere Charme-Offensive. Dabei hat der schon so viel um die Ohren: Etwa die Polizei auf Kurs zu bringen, oder die Wirtschaft weiter zu diversifizieren. „Wenn bis 2020 5.000 neue Arbeitsplätze in der Logistik entstehen sollten, muss Etienne Schneider Wunder wirken“, meinte gestern das „Land“. Vielleicht sollte er zur Kursfindung mal gestandene Genossen zu Rate ziehen. Etwa Ex-Ministerin Mady Delvaux-Stehres, heute Europaabgeordnete und mittlerweile Roboter-Expertin, die kürzlich auf mady.lu stolz bloggte, sie würde sich nach einem Jahr im Amt nun nicht mehr in den Brüsseler und Straßburger EU-Tempeln verirren. Aller Anfang ist ein Labyrinth.