LUXEMBURG
PASCAL STEINWACHS

Wenn das mal nicht schon der Höhepunkt des Jahres gewesen ist: der gestrige Terrasseneröffnungstag, der nach dem monatelangen Eingesperrtsein perfekter nicht hätte sein können. Das mit dem Sicherheitsabstand und dem Maskentragen klappte zwar auf verschiedenen Terrassen nur so lala, aber Hauptsache die Sonne schien, das Bier war kühl und die Wiedersehensfreude, endlich mal wieder Freunde*innen zu treffen, riesig, wobei wegen dem Mund-/Nasenschutz jedoch nicht immer klar war, wer einem da gerade Hallo gesagt hat. Trotzdem der – mit Abstand – tollste Tag seit der letztjährigen Nationalfeiertagssause. Und was machte der Großherzog? Anstatt sich auf eine Terrasse zu setzen und auch mal ein klein bisschen die blaublütige Seele baumeln zu lassen, besuchte er das hauptstädtischen Recylingcenter, was das mit den lokalen Gepflogenheiten noch nicht ganz so vertraute belgisch-luxemburgische „Wort.lu“-Dings zur leicht despektierlichen Überschrift „Großherzog Henri bei den Großreinemachern“ inspirierte. Der belgisch-luxemburgische „Télécran“ wusste seinerseits mit knallharten Wissenschaftsnews aufzuwarten: „In 15 Jahren werden wir auf dem Mond tanken können“. Und der Tankwart heißt bestimmt Etienne Schneider, der Vater des teuersten Satelliten aller Zeiten...