LUXEMBURG
CLAUDE KARGER

Ja, der Weg in den „Lockdown“ war verhältnismäßig leicht, und viele Maßnahmen wurden aufgrund der sanitären Bedrohung akzeptiert. Jetzt allerdings schwindet - nicht nur mit den hohen Temperaturen - die Akzeptanz für die Einschränkungen. „Le souverain qu‘est le citoyen avait concédé de voir les libertés fondamentales limitées afin que la santé publique puisse être garantie“, schreibt das „d‘Lëtzebuerger Land“, „il est en train de reprendre la main, de se méfier des virologues et des conseillers économiques qui avaient joué la carte du pragmatisme et de la rapidité d‘action pour gérer la crise“. Es sei nunmehr vital für den nationalen Zusammenhalt „et pour faire taire les milieux conspirationnistes (tout ça n‘est que de l‘enfumage pour, au choix, installer la 5G, servir Bill Gates, nous imposer des vaccins ou faire allégeance à la Chine), que le pouvoir revienne pleinement aux citoyens“. Die Zeit drängt also für die richtigen Folgegesetze für den an Nationalfeiertag auslaufenden „état de crise“. Am Montag früh muss die „Chamber“, die selbst heute im Covid-19-Dampf tagen muss, dazu Farbe bekennen. Zum Durchschnaufen bleibt da nur der Sonntag, wenn überhaupt. Zum Glück ist dann Welt-Yogatag. Der herabschauende Hund schmeckt uns jedenfalls exquisit.