Jetzt schlägt’s aber dreizehn! Jede Menge Zahlenspiele gestern im einheimischen Blätterwald. Das „Wort“ brachte gar alles über fünf Ziffern auf einem Streich auf zwei - „Genau das ist die Zwei: Herrlich unentschieden zwischen dem Dies und dem Das“ - interessanten Seiten. Das „Tageblatt“ indes veranstaltet „6861-Zahlenspiele“. Keine geheimnisvolle Kombination, sondern die Aktennummer des heiß diskutierten Gesetzentwurfs über das Rettungswesen, das Innenminister Dan Kersch kürzlich auf den Instanzenweg brachte und das zum 1. Januar 2016 in Kraft treten soll. Weshalb seine CSV-Vorgänger die Reform so lange schubladisierten? „Das weiß ich nicht. Es ist unerklärlich“, meint der Ex-Häuptling von Monnerich, der „wie aus der Pistole geschossen“ sagt, dass der Bürgermeisterjob doch einen Tick einfacher ist als ein Ministerposten, bei dem man - „(überlegt lange)... Ja“ - bisweilen „d’Flemm“ bekommt. Aber Kersch ist ein notorischer Nach-Vorne-Blicker - „Optimismus soll man nie bremsen“ - der selbst Frieden in seiner Partei für möglich hält. Übrigens sei es „Quatsch“, die LSAP in „gute“ und „weniger gute“ Sozis einzuteilen. Die Genossen müsse der Kampf gegen das fiese „neo-liberale Modell“ einen. Nur sie könnten „entscheidend dazu beitragen, die politischen Kräfteverhältnisse so zu gestalten, dass eine andere Politik möglich wird“. Wirklich?
Zahlenspiele
journal.lu - 24.08.2015

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