CLAUDE KARGER

Dass man im Amt des Hofmarschalls ein ganz schön realistischer Frühaufsteher sein muss, ist dem „Wort“-Sommerplausch vom Montag zu entnehmen. Und man muss natürlich „Zen“ bleiben, wobei der einstmalige Bürger Nummer Eins „ab und zu“ auch schon mal aufbraust. Aber: „Mit dem Alter habe ich meine Launen besser im Griff“. Zumal nach einem Champagner und einem traditionellen Gericht mit anschließender Käseplatte an der „Belsch Plaasch“, entlang der der Hofmarschall übrigens „nahezu jedes Sandkorn“ kennt. Ganz schön „Zen“ muss indes auch der Nachhaltigkeits- und Infrastrukturminister sein, der sich gegenüber dem „Wort“ beharrlich weigerte, die Regierungsarbeit zu bewerten: „Da die Noten in der Primärschule abgeschafft worden sind, will ich selbst keine Note verteilen. (lacht)“. Doch: „Wir haben mit Sicherheit nicht alles richtig gemacht, aber vieles hat sich bewegt“. Spekulieren über eine Fortsetzung der Dreierkoalition mag er nicht. Das hätten die Wähler in der Hand. Und schwarz-grün?

„Ich kann mir alles vorstellen, insofern programmatische Schnittmengen vorhanden sind“. Auf jeden Fall gelte nach dem letzten Koalitionswechsel: „Keine Partei kann jetzt noch selbstherrlich behaupten, an uns kommt keiner vorbei“. Na, mal schauen, welche Partei als erste derartig aufbrausen wird.