CLAUDE KARGER

Ganz „Zen“ zu sein scheint der stellvertretende „Revue“-Chefschreiber. Der Grund: „jährlich mutieren von Ende Juli bis Ende August die Luxemburger Straßen vor allem in den Spitzenstunden, von einer zäh sich dahin wälzenden Blechlawine zu einer Art vom Feng Shui inspirierten Asphaltlandschaft, wo Autos fließen wie das Chi bei der daoistischen Harmonielehre“. Seufz. Könnte diese staulose Idylle nicht Normalität sein? Hängt auch sehr viel von den Autofahrern selbst ab, urteilt der Leitartikler. Dann braucht man also nicht zwangsläufig einen astronomisch teuren generellen Ausbau der Autobahnen auf drei Spuren, wie die CSV das vorschlägt. Wobei sie die Kosten/Nutzen-Rechnung noch schuldig bleibt... Heftig, wie Politiker, die in Regierungsverantwortung nicht gerade durch Entscheidungsfreudigkeit glänzten, nun Infrastrukturen-Vollgas geben und das Wachstum weiter ankurbeln wollen, das sie andererseits zu rasant finden. Über die Wachstumsdebatte schrieb gestern amüsiert/besorgt ein Ex-LSAP-Minister, der gleichzeitig aber auch etwas Wahlkampf für den Genossen Spitzenkandidat machte, der „weniger Millionen für Space Mining“ investiert habe, „als seine Kollegin aus dem Umweltministerium in diskutable Studien für Kuscheltier-Schutz verplempert“. Ob er schon mal mit Schneeleoparden gekuschelt hat? Fauch!