LUXEMBURG
JEFF KARIER

Teilnehmer aus aller Welt - Startschuss zur 13. Expogast

Am Samstag ist es wieder so weit, dann ist Luxemburg wieder für sechs Tage die Hauptstadt der Gastronomie. Denn mit der Expogast, die vom „Vatel Club Luxembourg“ organisiert wird, findet eine der bedeutendsten Gastronomie-Messen statt. „Wir sind stolz, diesen Event alle vier Jahre zu organisieren, da es sowohl die soziale, kulturelle als auch die wirtschaftliche Bedeutung der ansässigen Gastronomie hervorhebt“, betont Alain Hostert, Sekretär des „Vatel Club Luxembourg“ und Cheforganisator der Messe.

Rund 4.000 Teilnehmer aus 75 Nationen

Nicht nur werden insgesamt rund 680 nationale und internationale Aussteller ihre Produkte, Geräte und Dienstleistungen präsentieren. Teil der Messe ist auch der „Villeroy & Boch Culinary World Cup“ (CWC). „Dieses Jahr nehmen 30 National-, 15 Junioren-National- und 15 Community Catering-Teams am Wettbewerb teil“, erklärt Hostert. Hinzu kommen dann noch 41 Regionalteams. „Insgesamt sind es rund 4.000 Personen aus 75 Nationen.“ Dies ist eine beeindruckende Zahl an Teilnehmern und zeigt den Stellenwert, den der CWC in der Welt hat. Dieser gehört zu den größten und bedeutendsten Wettbewerben der Welt. „Die Qualität des Austragungsortes macht den Unterschied“, betont Hostert.

Hier spielten vor allem Punkte wie Größe, Sicherheit und Einfachheit des Landes eine wichtige Rolle. „Außerdem die Qualität der Organisation und nicht zu vergessen eine Provençale, die hochwertige Produkte für den Wettbewerb zu Verfügung stellt.“ Der Lebensmittelgroßhändler zählt auch zu den Sponsoren der Messe, ohne die eine solche Veranstaltung auch nicht machbar wäre.

„Dieses Jahr wird das Event knapp unter einer Million Euro bleiben“, erklärt Hostert. Aber auch von der Regierung erhält der „Vatel Club“ Unterstützung. Denn seit 2014 steht die Expogast offiziell im Budget der Regierung. Dieses Jahr kommt noch die Unterstützung vom „Nation Branding“ hinzu. Das komme nicht nur international sehr gut an, durch das „Nation Branding“ werde der Expogast auch mehr Aufmerksam zuteil. „Das Event ist eine schöne Visitenkarte unseres Landes und doch sind viele Mitspieler im Land nicht zu hundert 100 Prozent dabei.“

Die Expogast ist außerdem ein nicht zu unterschätzender Wirtschaftsfaktor. „Allein die 60 Nationalmannschaften mit ihren Teams bringen über 15.000 Übernachtungen in Luxemburg und der Grenzregion mit sich. Ökonomisch gesehen bedeutet das einen Umsatz von mehr als 1,2 Millionen Euro für die Hotellerie und Gastronomie“, betont Hostert. Gleichzeitig werde der Tourismus und der Nahverkehr unterstützt.

Während der sechs Tage sind auf dem Kirchberg rund 150 Freiwillige samt der Mitglieder des Vatel Clubs im Einsatz. Dazu kommen noch die Schüler und Lehrer der Hotelfachschule in Diekirch, das sind dann noch mal über 300 Personen. Einer solchen Veranstaltung geht auch eine lange und umfangreiche Vorbereitung voraus. „Wir sagen immer, nach der Expogast ist vor der Expogast“, meint Hostert. Die konkreten Vorbereitungen laufen etwa zwei Jahre vor dem Event. „Die letzten sechs Monate haben wir sehr aktiv gearbeitet.“ Die Organisation teilt sich in viele Bestandteile auf. „Ein Team kümmert sich um die Jury, die Vorgaben und die Anmeldungen. Ein anderes beschäftigt sich mit allem, was den Austragungsort betrifft sowie die Bestellungen.“

Dabei stellt sich natürlich eine ganze Reihe an Herausforderungen. „Eine ist es, die von uns vorgegebene Qualität beizubehalten und durchzuziehen“, meint Hostert. Allerdings hat er nun bei der für ihn dritten Auflage des Events eine gewisse Routine und viel Erfahrung sammeln können. Und zum Glück könne man heute ja online kommunizieren, „was die Organisation um ein Vielfaches erleichtert.“ Schwierig war es im Vorfeld, genügend Küchen für die Teams zu finden, in denen sie sich auf den Wettbewerb vorbereiten können. „Wir haben Hunderte von Schulen und öffentliche Gebäude mit großen Küchen, doch leider werden diese selten für die Teams aufgemacht“, bedauert Hostert. Außerdem sei nahezu jedes Hotel in Luxemburg belegt und die Preise oft sehr hoch. Deshalb werde man in Zukunft zusehends mehr Übernachtungen an die Großregion verlieren.

Dass das Interesse an der Ausstellung und dem Wettbewerb sehr groß ist, zeigt unter anderem, dass die Menüs der verschiedenen Nationalteams innerhalb weniger Stunden ausverkauft waren. Das sei laut den Organisatoren einzigartig. Entsprechend sind Hostert und sein Team dem treuen Publikum dankbar für ihr Vertrauen und ihre Unterstützung.